Atemtherapie in der letzten Lebensphase

Ira Summer (Foto: Annegret Ruoff)

Ira Summer gehört zu den Pionierinnen der Palliativen Atemtherapie. Seit vielen Jahren begleitet sie Menschen bei ihren letzten Atemzügen. Das ist meist tiefschürfend, manchmal heftig und oft beglückend.

Interview mit Ira Summer in der Zeitschrift Atemzeit (2014)

https://www.atem-schweiz.ch/pdf/atemzeit/14_11_atemzeit_GzD_red.pdf

Buchtipp:

Palliative Atemtherapie in der Palliativstation. In: Stefan Bischof (Hg.): Atemwege. Arbeitsgebiete der Atemtherapie. Indikationen und Fallbeispiele. Books on demand, 2007. Fr. 28.90

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Zu Hause sterben als Belastungsprobe für die nahen Angehörigen

Immer mehr Menschen wollen zu Hause sterben. (Themenbild)

80 Prozent der Menschen möchten zu Hause sterben. Doch Sterbebegleitung im eigenen Heim erfordert von den Angehörigen viel Kraft und Geduld – und eine gute Zusammenarbeit mit externen Fachleuten.

Mehr dazu im Beobachter

https://www.beobachter.ch/sozialfragen/sterbebegleitung-belastungsprobe-fur-die-angehorigen

Mobile Palliative Care dürfte im Kanton Bern teurer werden

Unheilbar kranke Menschen zu Hause sterben lassen: Dies möchte der Kanton Bern bald häufiger ermöglichen. Nun hat der Grosse Rat den Antrag der Finanzkommission unterstützt und beschlossen, dass erst ab 2019 und statt acht neu sechs Mio. Franken gespart werden sollen. Er beauftragt die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF), zusammen mit den Anbietern im Jahre 2018 ein neues Abgeltungssystem zu entwickeln. Damit wurde aus Sicht der Spitex das primäre Ziel erreicht, mehr Zeit für das Erarbeiten eines neuen Abgeltungssystems zu erhalten. Lies den vollständigen Beitrag »

Was bedeutet Palliative Care?

Palliative Care umfasst die Betreuung und die Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten. Sie wird vorausschauend miteinbezogen, ihr Schwerpunkt liegt aber in der Zeit, in der die Kuration der Krankheit als nicht mehr möglich erachtet wird und kein primäres Ziel mehr darstellt. Es wird angestrebt Patientinnen und Patienten eine ihrer Situation angepasste optimale Lebensqualität bis zum Tode zu gewährleisten und die nahestehenden Bezugspersonen angemessen zu unterstützen. Die Palliative Care beugt Leiden und Komplikationen vor. Sie schliesst medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen sowie psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung mit ein. Mit der Palliative Care soll auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten umfassend eingegangen werden.

Mehr dazu hier:

https://www.palliative.ch/de/palliative-care/was-bedeutet-palliative-care/

Wenn die „Best Practice“ in der Langzeitpflege am ärztlichen Dienst scheitert

Von Claudia Gohrbandt, MAS Palliative Care (FHO)

Bei Pflegenden lässt sich ein wachsendes Interesse für das Thema der allgemeinen und spezialisierten Palliativversorgung feststellen. Weiterbildungen zu diesem Thema sind gut besucht. Das freut und gibt Hoffnung für die Anwendung einer „Best Practice“ in der Begleitung am Ende des Lebens. Daraus resultiert, dass Pflegende zunehmend über ein gut fundiertes, palliatives Fachwissen verfügen. Die Sicherheit steigt, Argumentationsgrundlagen sind handfest. Eine strukturierte Vorgehensweise ist gewährleistet.

Diese Tatsachen lassen eine reflektierende Auseinandersetzung im Gesamtkontext der Ganzheitlichkeit zu. Eine solche ist wertvoll und unbedingt erwünscht. Sämtliche Bemühungen der Betreuungspersonen sind auf das Wohl der erkrankten Person und deren An- und Zugehörigen ausgerichtet. Der Fokus der Palliativversorgung liegt auf „frühzeitig,“ „vorausschauend“ und „unaufgeregt.“ Pflegende setzen sich aktiv für diese Grundsätze ein. Sie sind vor allem im Anschluss an die Weiterbildungen aktiv um eine rechtzeitige Verordnung sinnvoll eingesetzter Reservemedikamente besorgt

Die Umsetzung dieses Grundsatzes für eine «Best Practice» in der Praxis scheitert vielfach am ärztlichen Dienst. Ärzten fehlt schlichtweg das Fachwissen und die Vernetzung auf diesem Gebiet, was vielfach in Endlosdiskussionen endet. Zum jetzigen Zeitpunkt muss von einer eingeschränkten interprofessionellen Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Dienst ausgegangen werden. Das gemeinsame Verständnis, die gleiche Sprache fehlt. Das erschwert eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Das stimmt nachdenklich. Wer leidet schlussendlich darunter? Gut ausgebildete Pflegende, die betroffene Person und deren An- und Zugehörigen.

Was ist nötig um eine fachliche Balance und die Erreichbarkeit zwischen Medizin und Pflege sicherzustellen? Ärzte sollten sich unbedingt zu diesem Fachgebiet weiterbilden. Und warum nicht gerade gemeinsam mit den Pflegenden? Dabei kann es sich um einfache Basics handeln, die die Prinzipien einer Palliativversorgung aufzeigen. Erst dann ist eine «Best Practice» möglich – zum Wohle aller Beteiligten.