Übertherapie am Lebensende vermeiden

Genau das hat Hans S. niemals erleben wollen: Der Industriemeister (81) aus Essen hat seinen Kindern immer gesagt, dass er sein Lebensende nicht umgeben von medizinischen Apparaten auf einer Intensivstation erleben möchte. Darum hat er auch eine entsprechende Patientenverfügung verfasst, darin zum Beispiel künstliche Beatmung und Ernährung ausgeschlossen. Anfang Dezember landete er als Notfall im Krankenhaus, seine Hauptschlagader war gerissen, seine Beine wurden nicht mehr mit Blut versorgt. In dieser kritischen Situation willigte er in eine riskante Operation ein. Ihm wurde unter anderem eine künstliche Hauptschlagader von der Achsel bis in die Beine gelegt. Es kam zu gravierenden Komplikationen, Lungen-, Nieren-, Immunversagen. Als sein Sohn Peter S. (56) den Vater nach der OP wiedersah, hing dieser an zahlreichen Maschinen, wurde künstlich beatmet, ernährt, musste an die Dialyse – und konnte sich nicht mehr dazu äußern, wie es mit ihm weitergehen soll.

Mehr dazu hier:

https://rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/ethik-in-der-medizin-uebertherapie-am-lebensende_aid-47731849

Kampf gegen Übertherapie

Obwohl das Thema „Übertherapie am Lebensende“ in medizinischen Fachkreisen immer noch ein Schattendasein fristet, ist es eine der Hauptsorgen von medizinischen Laien. Die Angst vor einer nicht mehr angezeigten Chemotherapie, die künstliche Ernährung in den letzten Lebenstagen, die Anlage einer PEG-Sonde bei fortgeschrittener Demenz; all das treibt viele um, wohingegen nach wie vor viel zu wenige Menschen über palliativmedizinische Versorgungsangebote informiert sind.

Mehr dazu hier:

https://dgschmerzmedizin.de/schmerzmedizin/schmerz/assets/common/downloads/publication.pdf?uni=2988e550d6c8ab3a8f946c9ff096a159

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