Den Umgang mit assistiertem Suizid kann man lernen – auch im Heim

Von Claudia Gohrbandt, Palliative-Expertin MAS (FHO)

Der Anteil alter/hochaltriger Menschen (Babyboomer) wächst. Ebenso ändern sich die Bedürfnisse, wie alternde Menschen ihre restliche verbleibende Lebenszeit verbringen wollen. Sie informieren sich über die Möglichkeiten. Weg von starren Vorgaben – hin zu individuellen Vorstellungen, zu mehr Mitspracherecht, Mitentscheidung und Selbstbestimmung.

Vorliegende Erkenntnisse beeinflussen die Betreuung/Begleitung in den Institutionen des Gesundheitswesens der Schweiz. Auch die Langzeitpflege. Sei es der Wunsch nach einer professionellen Palliativbegleitung, einen Beistand beim freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit oder beim Abgang mit EXIT. Ein solcher ist in der Langzeitpflege inzwischen zur Realität geworden.

Verantwortliche Gremien tun sich nach wie vor schwer mit der Entscheidung einen assistierten Suizid im Betrieb zuzulassen, oder nicht. Aussagen wie: «Wir sind ein christliches Haus, bei uns ist das nicht möglich» sind allgegenwärtig.

Fragenkatalog

(mehr …)

Wenn der Mund zu bleibt…..

Sanft aus dem Leben scheiden – das möchte dereinst wohl jeder und jede. Das Sterbefasten sei der beste Weg dazu, hiess es in letzter Zeit immer öfter. Doch wie sanft ist Sterbefasten wirklich? Ist es mit Schmerzen verbunden? Und wer tut es? Eine neue Studie gibt Auskunft.

Mehr dazu hier:

https://www.tagblatt.ch/leben/forschung-in-der-palliative-care-neue-studie-zum-sterbefasten-ld.1158308

Vor einer Entscheidung für Exit: Haben wir an alles gedacht?

Screenshot 20Minuten Online

Als Pflegende müssen wir den Sterbewunsch mit Exit ernst nehmen. Mit dieser Sterbehilfeorganisation aus dem Leben zu scheiden, gehört zum Recht auf Selbstbestimmung, wie ich dieses Recht verstehe. Vor der finalen Entscheidung müssen indes alle zur Verfügung stehenden Alternativen geprüft werden. Und der Patient, die Patientin sowie deren Angehörige müssen über Palliative Care, Sterbefasten, Sedation informiert werden. Spitäler, Langzeitinstitutionen sowie Spitexbetriebe brauchen Regeln, eine Haltung sowie Prozesse, wie sie mit dem Sterbewunsch ihrer Klienten umgehen sollen.

Zum Beispiel: Nach einer Hirnblutung vor vier Jahren kämpfte sich Marko A.* (24) ins Leben zurück. Freunde und Familie geben ihm nicht die nötige Unterstützung. Nun will er mit Exit aus dem Leben scheiden. Ist da etwas schief gelaufen?

Das Schicksal dieses jungen Mannes macht betroffen:

Mehr dazu hier in Text und Video:

https://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Winterthurer-Marko–24–will-mit-Exit-sterben-17874851#videoid=717195

Wenn Krebskranke fasten um zu sterben

Sanft aus dem Leben scheiden – das möchte dereinst wohl jeder. Das Sterbefasten sei der Weg dazu, hiess es in letzter Zeit immer öfter. Doch wie sanft ist Sterbefasten wirklich? Und wer tut es? Dazu liefern die Forschenden um André Fringer nun für die Schweiz erstmals Antworten. Sie haben dies im Rahmen des Forschungsprogrammes «Forschung in der Palliative Care» untersucht. Fringer ist Professor für Pflegewissenschaft an der der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW.

Mehr dazu hier:

https://www.tagblatt.ch/leben/forschung-in-der-palliative-care-neue-studie-zum-sterbefasten-ld.1158308

Sterbefasten als Alternative zum assistierten Suizid

Das «Sterbefasten» scheint sehr gut in unsere Zeit zu passen: In den vergangenen Monaten und Jahren wurde immer häufiger und immer breiter darüber geredet und berichtet, es wurde in relativ kurzer Zeit zu einem Schlagwort. Neu ist das Vorgehen deswegen nicht. Seit der Antike, wo es als «Todesart der Philosophen» galt, kennt man Sterbefasten. Trotzdem gibt es noch sehr wenige belastbare Erkenntnisse dazu. Auch in rechtlicher Hinsicht wurde dem Sterbefasten bisher wenig Beachtung geschenkt, wie die Juristin Bianka Dörr vom Kantonsspital St. Gallen in ihrem Beitrag an der Tagung vom 8. März im Zürcher Volkshaus sagte. Sie besprach zum Einstieg in die Fachtagung die Rechtslage zum Strebefasten, das im Medizinrecht, genauer im Arztrecht, verortet ist. Als oberste Richtschnur gilt dabei die «Patientenautonomie». Und dieses Selbstbestimmungsrecht, so Dörr, gehe durchaus bis zur Entscheidung, das Leben aus eigenen Stücken zu beenden.

Mehr dazu hier:

https://www.pallnetz.ch/sterbefasten-tagung.htm

%d Bloggern gefällt das: