• Praxistage

    Folgeangebote nach der Einführung von Palliative Care im Betrieb:

    Für Alters- und Pflegeheime, sowie für Spitex-Betriebe führe ich einzelne Praxistage durch. An diesen Tagen pflege ich in komplexen Betreuungssituationen unter Berücksichtigung einer (oder mehrerer) Fragestellungen aus dem Team mit. Im Anschluss daran werden Beobachtungen im interprofessionellen Team ausgetauscht, ausgewertet, um gemeinsam Antworten auf die Fragestellung(en) zu finden. Ein Arbeitsblatt nach SENS (Standortbestimmung/Evaluation), sowie das Protokoll nach SENS sind wertvolle Strukturhilfen.

    Anfragen, Nachfragen und Offerten: c.gohrbandt@hotmail.com

    oder 078 815 19 66

     

  • Kontakt

    Mail-Adresse:
    c.gohrbandt@hotmail.com

    Dipl. Pflegefachfrau HF, Expertin Palliative Care MAS (FHO) Master-Arbeit

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Vor einer Entscheidung für Exit: Haben wir an alles gedacht?

Screenshot 20Minuten Online

Als Pflegende müssen wir den Sterbewunsch mit Exit ernst nehmen. Mit dieser Sterbehilfeorganisation aus dem Leben zu scheiden, gehört zum Recht auf Selbstbestimmung, wie ich dieses Recht verstehe. Vor der finalen Entscheidung müssen indes alle zur Verfügung stehenden Alternativen geprüft werden. Und der Patient, die Patientin sowie deren Angehörige müssen über Palliative Care, Sterbefasten, Sedation informiert werden. Spitäler, Langzeitinstitutionen sowie Spitexbetriebe brauchen Regeln, eine Haltung sowie Prozesse, wie sie mit dem Sterbewunsch ihrer Klienten umgehen sollen.

Zum Beispiel: Nach einer Hirnblutung vor vier Jahren kämpfte sich Marko A.* (24) ins Leben zurück. Freunde und Familie geben ihm nicht die nötige Unterstützung. Nun will er mit Exit aus dem Leben scheiden. Ist da etwas schief gelaufen?

Das Schicksal dieses jungen Mannes macht betroffen:

Mehr dazu hier in Text und Video:

https://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Winterthurer-Marko–24–will-mit-Exit-sterben-17874851#videoid=717195

Vier von fünf Sedationen finden nicht auf der Palliativstation statt

 

In der Schweiz erlebt fast jeder vierte Mensch sein Lebensende in einem künstlichen Tiefschlaf. Vor 18 Jahren war es noch jeder zwanzigste. Dies ist das Ergebnis verschiedener Studien Zürich und Genf. Studienautor und Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Georg Bosshard, erklärt im Interview mit der Online-Plattform «bluewin.ch» – der Text ist zuvor im Magazin der Sterbeorganisation Exit erschienen – die Grenzen der terminalen Sedierung.

(mehr …)

Was bedeutet „Palliative Sedation?“

Palliative Sedierung ist ein Begriff aus der Medizin, der noch uneinheitlich definiert ist und kontrovers diskutiert wird. Grundsätzlich handelt es sich um die Abgabe stark beruhigender (sedierender) Medikamente bei Sterbenden. Viele Mediziner lehnen den ebenfalls verwendeten Begriff „terminale“ Sedierung ab. Sedation ist heute ein selbstverständlicher Bestandteil der Palliative Care.

Es liegen keine gesicherten Beweise vor, dass eine Sedation lebensverkürzend oder lebensverlängernd wirkt. Oberstes Ziel einer palliativen Sedation ist, belastende Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot oder Angst zu lindern, wenn andere Massnahmen nicht ausreichend geholfen haben. Genau wie das Sterbefasten ist die Sedation eine vielerorts praktizierte Alternative zum assistierten Suizid (Exit).

Mehr dazu hier:

https://www.pallnetz.ch/sedierte-palliativpatienten-sterben-nicht-schneller-als-andere.htm

Beispiel einer Dokumentation der Palliativen Sedierung

Bei der palliativen Sedierung, oft auch als „terminale Sedierung“ bezeichnet, erhält der Patient in seiner letzten Lebensphase zur Linderung unerträglicher Leiden Medikamente, in erster Linie Benzodiazepine, die das Bewusstsein entweder dämpfen oder komplett ausschalten.

Vor allem kontinuierliche tiefe Sedierung, die bis zum Eintritt des Todes anhält, ist umstritten. Gegner argumentieren damit, dass diese Maßnahme nicht nur die Kommunikation mit Angehörigen, Pflegekräften und Ärzten unterbindet, sondern möglicherweise auch den Sterbeprozess beschleunigt.

Mustervorlage zur Dokumentation der Palliativen Sedierung (Richmond Agitation-Sedation Scale modified for palliative care inpatients (RASS-PAL)

Entscheidungsfindung_Palliative_Sedierung 

Das Dokument dient dazu, die Entscheidfindung nachvollziehbar zu dokumentieren.

Mehr dazu hier:

https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/schmerz/article/901895/palliative-sedierung-kein-turbo-tod.html

Leitlinie zur Palliativen Sedierungstherapie

Photo by Alain Frechette on Pexels.com

Die mit medikamentösen Mitteln herbeigeführte Bewusstseinsdämpfung am Lebensende wird zunehmend angewandt und wird als ethisch akzeptable Alternative zu kontroversiell diskutierten Praktiken am Lebensende, wie Tötung auf Verlangen oder ärztlich assistiertem Suizid, betrachtet. „Ethisch akzeptabel“ für alle Betroffenen kann ein Verfahren sein, wenn es in einen normativen Rahmen gesetzt ist, der die betroffenen ethischen Prinzipien transparent macht und die strafrechtlich relevanten Normen und die Interessen aller Beteiligten respektiert.

Mehr zur österreichischen Leitlinie hier

Klicke, um auf Leitlinie_zur_Palliativen_Sedierung.pdf zuzugreifen

Zum Buch:

 

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