Die Geschichte von Palliative Care

Jesuitenpater Reinhold Iblacker

Das Konzept des modernen Hospizes (Cicely Saunders, London) wurde in Deutschland 1971 durch zwei erfolgreiche Fernsehfilme bekannt gemacht. Autor war der Jesuitenpater Reinhold Iblacker (Foto), der bis 1984 noch ca. 100 weitere wertorientierte Medienbeiträge produzierte. Als er aus gesundheitlichen Gründen diese breite Medienarbeit beenden musste, begann die zweite Phase seiner Pionierarbeit für Hospize und Palliative Care. In der Öffentlichkeit focht er den wichtigen semantischen Kampf gegen den belasteten Begriff „Sterbeklinik“ à la Dr. Hackethal aus. Angeregt durch die Initiativen in Großbritannien, USA und Kanada, wurde Palliative Care auch unter Ärzten und Pflegekräften bekannt. „Pflegen bis zuletzt“ bedeutete für sie ein Umdenken, zumindest ein Weiterdenken, was nach dem Ende von Therapien noch möglich ist, und damit eine Erweiterung ihrer beruflichen Kompetenz. Am Beispiel des Christophorus Hospiz Vereins in München wird deutlich gemacht, wie P. Iblacker weiter für diese Idee publizistisch tätig war. Schließlich beteiligte er sich auch an der konkreten Vereinsarbeit – unterstützt von zahlreichen Ärztinnen und Ärzten und seinem großen Freundeskreis. Die Verbreitung der Hospizidee in Deutschland bleibt mit seinem Namen und seiner vielgestaltigen Pionierleistung verbunden.

Mehr dazu hier:

https://www.ckbm.de/ckbm/themen/palliatice-care/palliative-care-geschichte.php

„Das ist mein letztes Buch“

Eine berührende Autobiografie der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler Ross. „Das Rad des Lebens“ bezeichnete sie als ihr letztes Buch.

 

Elisabeth Kübler-Ross hat durch ihre therapeutische Arbeit mit Sterbenden dazu beigetragen, eine der grössten Ängste der Menschheit zu lindern: die Furcht vor dem Tod.

In ihrer Autobiographie schildert Elisabeth Kübler-Ross die prägenden Ereignisse eines mutigen und engagierten Lebens. Zentrale Stationen ihres Weges sind: ihre Jugend in der Schweiz, die Grausamkeiten des Nazi-Regimes und ihre therapeutische Arbeit mit Sterbenden.

Der spannende und dramatische Bericht einer grossen Heilerin, die ihre Lebensaufgabe darin sieht, den Tod als Illusion zu entlarven.

Portrait: Elisabeth Kübler-Ross, geb. 1926 in der Schweiz, wurde in den USA zu der die ganze Welt aufrüttelnden Ärztin, die daran erinnerte, daß Sterbende Menschen sind, und auf keinen Umständen allein gelassen und abgeschoben werden dürfen. Die Autorin verstarb am 24.08.2004.

Mehr dazu hier

https://www.orellfuessli.ch/shop/home/artikeldetails/ID1567737.html

Wäre am 22. Juni 100 Jahre alt geworden: Cicely Saunders

 

Cicely Saunders

Sie löste eine kleine Revolution in Europa aus und wurde von der Queen geadelt. Vor 100 Jahren wurde die Pionierin der Hospizbewegung, Cicely Saunders, geboren. In Deutschland setzte sich ihre Idee nur langsam durch.

Ein Porträt der Hospiz-Pionierin:

https://www.konradsblatt-online.de/html/aktuell/aktuell_aktuell_u.html?t=f1eim3n1hv2l7rsrak2j4ujb44&tto=7d2c1484&&m=25180&cataktuell=&artikel=96891&stichwort_aktuell=&default=true

Schweizer Palliativ-Pionierin gestorben

Screenshot SRF

Bis zuletzt engagierte sich Marlies Näf-Hofmann (91) in der Politik. Sie verstarb in der Nacht auf Mittwoch, nachdem sie am Abend zuvor noch an der Fraktionssitzung der CVP/EVP im Stadtparlament teilgenommen hatte. Die Juristin setzte sich jahrelang für die Palliativpflege und gegen die Sterbehilfe ein. In diesem Bereich verbuchte sie im Jahr 2009 ihren grössten Erfolg, als der Rechtsanspruch auf Palliativpflege ins Gesundheitsgesetz des Kantons Thurgau aufgenommen wurde. Zusammen mit ihrem Sohn Andreas publizierte sie 2011 das Buch «Palliative Care – Ethik und Recht».

Mehr dazu hier:

https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/kreuzlingen/ein-leben-fur-den-schutz-des-lebens-ld.1029280

Die Entstehung von Hospiz- und Palliative Care im deutschsprachigen Raum aus der Perspektive der Pionierinnen – eine Rück- und Umschau

Von Claudia Gohrbandt, Fachexpertin und Dozentin

Die Entwicklung der Hospiz- und Palliative Care hat in Österreich und Deutschland Mitte der 80er Jahre begonnen. Die Begeisterung für das Thema ist im Wesentlichen drei Pionierinnen zu verdanken. Cicely Saunders (1918-2005), Elisabeth Kübler-Ross (1926-2004) und Hildegard Teuschl (1937-2009). Sie waren es, die sich mit Überzeugungskraft, persönlichem Engagement und Ausdauer für die Verankerung der Grundsätze einer professionellen Lebensendbegleitung eingesetzt haben.(+) (mehr …)

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