Neue Pflege- und Betreuungsmodelle für die Zukunft (Veranstaltung)

v.r.n.l: Prof. Carlo Knöpfel (Co-Autor Studie «Gute Betreuung im Alter in der Schweiz: eine Bestandsaufnahme», Simone Bertogg, Initiativkomitee «Gutes Alter für Alle»), Thomas Göttin (Polit-Forum), Yvonne Ribi (Initiativkomitee «Für eine starke Pflege», Geschäftsführerin Schweizer ,Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner), Daniel Höchli (Direktor Curaviva Schweiz).

Wir werden zunehmend älter. Auch als Gesellschaft. Allein die Zahl der Menschen über 80 wird sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Und im Jahr 2030 wird rund ein Viertel der in der Schweiz lebenden Menschen über 65 Jahre alt sein. Unsere Betreuungs- und Pflegemodelle stammen jedoch aus einer Zeit, als die Alterspyramide noch nicht Kopf stand – und die Betreuung von betagten Menschen Familiensache war. Auf einer Veranstaltung des Polit-Forums Bern und des Berner Generationenhauses (Burgergemeinde) diskutierten am Donnerstag 31.10.2019 in Bern prominente Gäste über den Pflegenotstand und mögliche Massnahmen dagegen. (mehr …)

Ungelöstes Problem in der Pflege

pflege

Die Menschen werden immer älter, und immer mehr Betagte sind pflegebedürftig. Die Politik ist damit beschäftigt, die Finanzierung von Heimen und Spitälern anzupassen, hat sich bisher aber nur ungenügend mit der Betreuung von Betagten befasst, die zu Hause wohnen. Immer mehr Betreuerinnen aus osteuropäischen Ländern reisen in die Schweiz, um sich rund um die Uhr um die Pflegebedürftigen zu kümmern und Angehörige zu entlasten. Es dürften mehrere zehntausend sein, die als sogenannte Pendelmigrantinnen in Schweizer Haushalten arbeiten. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Der Schwarzmarkt blüht. (mehr …)

Helios sucht 1000 neue Pflegekräfte

Der deutsche Krankenhauskonzern Helios will mit einer bundesweiten Kampagne mehr als 1.000 Pflegekräfte gewinnen. Das teilte der Konzern anlässlich des zweiten Helios-Pflegekongresses in Berlin mit. „Unser wichtigstes Ziel ist es, unsere Pflegekräfte zu hal­ten und neue Pflegekräfte für die Zukunft zu gewinnen“, sagte Franzel Simon, Vorsitzen­der der Helios-Geschäftsführung.

Mehr dazu hier:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/102049/Helios-sucht-1-000-neue-Pflegekraefte

Pflegebedarf steigt weiter und weiter…..

Pflegenotstand in vielen Einrichtungen.

Den Handlungsbedarf in der Pflege belegen Zahlen des Schweizerischen Berufsverband der Pflegefachpersonen (SBK). «Seit Jahren wird nicht einmal die Hälfte des Bedarfs an diplomierten Pflegefachleuten ausgebildet. In den letzten vier Jahren gab es insgesamt 14’000 Abschlüsse zu wenig», sagt Manuela Kocher, Vorstandsmitglied des SBK. Künftig werde der Bedarf wegen der Alterung der Bevölkerung extrem zunehmen. Bei den 65- bis 79-Jährigen werde der Anteil der Pflegebedürftigen 1,5-mal grösser sein als heute, bei den über 80-Jährigen gar 2,8-mal. Diesen Bedarf müsse man decken, so Kocher. Mit der Pflegeinitiative, die vor zwei Jahren zustande gekommen ist, will der SBK einen Personalmangel in der Pflege verhindern. In der Verfassung soll mit ihr verankert werden, dass Bund und Kantone die Pflege als wichtigen Bestandteil der Gesundheitsversorgung fördern. Der Bundesrat lehnt die Pflegeinitiative ab. Nun will das Parlament einen Gegenvorschlag erarbeiten.

Mehr dazu hier:

https://www.sbk.ch/aktuell/news-detail/article/2019/02/06/title/austritt-mas.html?no_cache=1&cHash=81be141b3e63f727e625ee5ecc2a4c9d

https://www.spitex.ch/Verband/News/Gegenvorschlag-zur-Pflegeinitiative-gutgeheissen/oYX6gPKx/P7sQ3/

Massnahme gegen Pflegenotstand: die Arbeitsbedingungen verbessern

In Europa herrscht Pflegenotstand, fast überall fehlen Fachkräfte. Wer daran etwas ändern will, muss laut einer Studie von Dorothea Voss und Christina Schildmann die Arbeitsbedingungen in den sozialen Berufen verbessern. Die Forscherinnen von der Hans-Böckler-Stiftung zeigen anhand zahlreicher Daten, wo die Probleme liegen – und wo Veränderungen ansetzen müssen. „Soziale Dienstleistungen sind Teil der gesellschaftlichen Infrastruktur“, so Voss und Schildmann. Eine moderne Gesellschaft, in der Frauen sowie Männer am Arbeitsmarkt teilhaben und die darüber hinaus immer älter wird, sei auf eine solche Infrastruktur dringend angewiesen.

MEHR DAZU HIER:

https://www.boeckler.de/114463_114470.htm#

Durchmittslöhne in ausgewählten Pflegeberufen (Euro) in Deutschland

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