Musiktherapie in Spital und Heim

CD-Box und Kontaktdaten

Wir alle leben in einer Welt der Klänge, Geräusche, Rhythmen und Melodien. In bestimmten Momenten geben wir uns der Musik gerne hin – oft kommt es dann vor, dass wir uns von dieser verstanden, umhüllt, geborgen und getragen fühlen. Schon Aristoteles hat erkannt, welche Wirkung die Musik auf den Menschen haben kann. «Wir fühlen uns innerlich verändert, umgewandelt, wenn wir Musik hören. Wie könnte das geschehen, wenn nicht Harmonien und Rhythmen eine innere Verwandtschaft mit der Seele und ihren Zuständen und Bewegungen hätten?» (Aristoteles 389–322 v.Chr.) Die Musiktherapie macht sich dieses alte Wissen zunutze, indem sie Menschen mit Musik (Klang, Rhythmus, Melodie, Harmonie und Stille) bewegt und das Gesunde im Menschen zu aktivieren versucht. Ein übergeordnetes Ziel der Musiktherapie besteht darin, den betreffenden Menschen zu unterstützen seine innere Not zu wenden beziehungsweise ein Stück Kontrolle über sein Leben zurückgewinnen zu können.

Die Musiktherapie stellt neben der sprachlich orientierten psychoonkologischen Betreuung und Begleitung, eine sinnvolle Erweiterung und Vertiefung dar. Sie gilt als anerkannte und ausdrucksfördernde Therapieform.

Mehr zur Musiktherapie am Berner Inselspital:

http://www.palliativzentrum.insel.ch/fileadmin/zentrumpalliativ/pdf/Musikflyer_2018.pdf

 

Erleichterung durch eine Musiktherapie mit Monika Renz (Video)

Wie arbeitetet die Musiktherapeutin, Theologin und Psychoonkologin Dr. Dr. Monika Renz? Ein Video aus den Jahren 2012-2015 gibt Einblicke. Es bezieht sich auf den Beitrag im ferment-Bildband 2017 – siehe http://www.ferment.ch – Neben den Körperlichen aktiviert Monika Renz in den Patientinnen und Patienten auch das Nicht-Körperliche, das Religiöse, das Spirituelle.

Film von Christoph Klein

Quelle: YouTube

Musiktherapie bringt Schmerzlinderung und Entspannung

Musiktherapie ist eine ressourcenorientierte, gegebenenfalls auch nonverbale Therapieform, die wissenschaftlich untersucht ist und in Langzeitpflegeeinrichtungen breit angewendet wird. Individuell angepasst, entlastet Musiktherapie die PatientInnen sowohl körperlich als auch emotional. Sie ermöglicht den PatientInnen, Ressourcen sowie Ruhe und Entspannung zu finden. Der Hör-Sinn ist mit dem Tast-Sinn ein erster, sehr gut ausgebildeter Sinn in der vorgeburtlichen Entwicklung und bleibt in der Regel bis ans Lebensende als letzter Sinn erhalten. Rhythmus und Klang begleiten uns seit Anbeginn – und bis ganz zuletzt durchs Leben. Musik aktiviert sehr viele Hirnareale und wirkt so über viele körperliche Ebenen wie den Puls, die Sauerstoffsättigung, die Hormone, die Motorik, die Atmung sowie die Bereiche emotionaler, sprachlicher und bildlicher Reizverarbeitung. Nachweislich können Schmerzen oft gelindert werden und sich körperlich-emotionale Regulation und Entspannung einstellen.

Mehr dazu hier:

https://www.kantonsspitalbaden.ch/Fachbereiche/Palliativmedizin/Stationaere-Palliative-Care/Palliative-Care-und-Musiktherapie/index.html

Musiktherapie am Lebensende (Buch)

Schwerstkranke im Hospiz oder auf der Palliativstation leiden oft darunter, dass die letzten Tage ihres Lebens von medizinischer Technik und dem nüchternen Aufrechterhalten der nötigsten körperlichen Funktionen geprägt sind. In dieser belastenden Situation kann Musik Trost sein und Musiktherapie die Lebensqualität entscheidend verbessern. An vielen Fallbeispielen aus ihrer reichen Praxiserfahrung schildern die Autorinnen, wie man Musiktherapie in Hospiz und Palliative Care zum Wohl der Patienten und atmosphärisch einsetzt. Sie machen deutlich, wie man Widerstände im klinischen Alltag umschifft und Ärzte, Pflegepersonal und Angehörige einbindet. Gezeigt wird auch, wie sich das Bedürfnis nach Spiritualität und sinnhaftem Erleben aller Beteiligten musikalisch aufgreifen und trostspendend bearbeiten lässt.

Mehr dazu hier

https://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/martina-baumann/musiktherapie-in-hospizarbeit-und-palliative-care/id/9783497021079?gclsrc=aw.ds&&gclid=CjwKCAjwhbHlBRAMEiwAoDA34641WF5wXWCl_ZesFimTtmXZhxyrA4NfsuPjsGZMmE7EtSpnAqh4yxoCim8QAvD_BwE

Lieber Tannhäuser oder John Lennon?

Ein guter Freund durfte unlängst nach einer langen Leidenszeit für immer einschlafen. Er tat dies zu den Klängen seiner geliebten Wagner-Oper „Tannhäuser“, die er Zeit seines Lebens in so manchen Festspielhäusern (Bayreuth eingeschlossen) und CD-Versionen genossen hatte. Seine Gesichtszüge verrieten, dass er die Musik bis zum letzten Atemzug genoss. Die Musik liess ihn ohne Kampf und Krampf von dieser Welt gehen.

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