Den Tod vor Augen: „Ihr müsst mich gehen lassen“

Loslassen: eine Herzensangelegenheit.

Der Seelsorger Pascal Mösli lud Interessierte aus Mühleberg und Umgebung dazu ein, über das Sterben nachzudenken. Die Gesprächsrunde musste nicht lange nach einer Antwort suchen. Zu intensiv hallte nach, was eine Teilnehmerin gerade erzählt hatte. Die Frau sprach vom Tod ihres Mannes, alle, die ihm nahe waren, hatten sich um ihn herum versammelt. Er habe seine letzten Minuten im vollen Bewusstsein gelebt, dass er nun sterben werde, hielt sie fest. Sie habe geantwortet: «Gut, wir lassen dich gehen.» Worauf wiederum er erwidert habe: «Ihr müsst mich gehen lassen.»

Mehr dazu hier:

https://www.bernerzeitung.ch/region/bern/den-eigenen-tod-vor-augen/story/10310997

Huffington Post

Der lange Abschied:

https://www.huffingtonpost.de/credo/der-langsame-abschied_b_8945114.html

Spiritual Care – eine interdisziplinäre Aufgabe

Spiritual Care

Wenn die spirituelle Dimension zur menschlichen Gesundheit in einem umfassenden Sinn gehört, ist auch klar, dass die Sorge dafür als Aufgabe aller Berufsgruppen einer Institution verstanden werden muss. Spiritual Care ist somit eine interprofessionelle Aufgabe, wobei der Seelsorge eine Schlüsselrolle zukommt. Der englische Theologe Emmanuel Y. Larteys spricht von der «blessed irritation», welche die Seelsorge ins Gesundheitssystem bringt, um für die Würde und Unverfügbarkeit jedes Menschen einzustehen. Darüber hinaus haben Gesundheitssoziologen wie beispielsweise Allan Kellehear gefordert, dass Spiritual Care im Grunde «eine gemeinschaftlich zu verantwortende Aufgabe ist, die nicht an ein von ökonomischen Zwängen bestimmten Gesundheitssystem delegiert werden» könne. Er vertritt damit einen gemeinschaftsorientierten Spiritual Care – Ansatz: Spiritualität zielt auch auf die gesellschaftliche Integration von besonders verletzlichen Menschen.

Mehr dazu in dem Beitrag von Pascal Mösli

http://www.dachverband-sozialdiakonin.ch/downloads/2018_spiritualcare_sozialdiakonie.pdf

Wie geht gutes Sterben laut der Berner Landeskirche?

Das Berner Münster, vom Zeitglockenturm aus fotografiert

Die reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn hat einen Leitfaden zum Thema Sterbehilfe publiziert. Er ist auf Wunsch von Pfarrerinnen und Pfarrern erarbeitet worden und gibt theologische und seelsorgische Antworten auf das Thema assistierter Suizid. Sofern sie dies mit ihrem Gewissen und ihrer theologischen Haltung vereinbaren könne, dürfen Pfarrerinnen und Pfarrer Sterbewillige in den durch eine Sterbehilfeorganisation herbeigeführten Tod begleiten, so die Kirche. Wesentlich mitgeprägt hat diese Haltung der Berner Pfarrer Pascal Mösli.

Mehr dazu hier

https://www.srf.ch/news/regional/bern-freiburg-wallis/kirche-und-sterbehilfe-pascal-moesli-wie-geht-gutes-sterben

Berner Reformierte klären Verhältnis zum Sterben

https://palliativ-schulung.com/2018/09/17/berner-reformierte-klaren-ihr-verhaltnis-zu-exit/

Über Spiritualität reden (Veranstaltung)

3. Berner praxisorientierter Workshop für Professionelle im Gesundheitswesen

Mittwoch, 5. September 2018, 14.30 –18.00 Uhr

Kursraum 1, Kinderklinik Inselspital Bern (Eingang 31b)

Was ist «Spiritueller Schmerz» (spiritual pain)? • Wie können wir unterstützende Präsenz leisten
(hopeful presence)?
• Welches sind hilfreiche «Werkzeuge» in der Begleitung?
Kosten: CHF 40.–
Anmeldung bis 24.8.2017 an: vera.baumgartner@refbejuso.ch
Kontakt:
Pascal Mösli, Tel. +41 31 340 25 81 pascal.moesli@refbejuso.ch | http://www.refbejuso.ch
Hubert Kössler, Tel. +41 31 632 28 46 hubert.koessler@insel.ch | http://www.insel.ch/seelsorge

120530_flyer_workshop_spiritualität.pdf

Der Tod ist vielmehr als eine Zumutung (Interview)

Der Theologe Pascal Mösli (Foto) hat schon als Kind dem Tod ins Auge geblickt, später begleitete er sterbenskranke Menschen. Der Tod als Inbegriff der Unsicherheit mache uns Angst, sagt der 51-Jährige, es lohne sich aber, sich frühzeitig mit dem Sterben auseinanderzusetzen. Dies erleichtere nicht nur den Abschied, sondern lehre uns Entscheidendes über das Leben.

Das ganze Interview hier:

https://blog.tagesanzeiger.ch/berufung/index.php/36374/der-tod-kann-viel-mehr-sein-als-eine-zumutung/

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