Zwischen Nahrungsverweigerung und Zwangsernährung – zum Umgang mit künstlicher Ernährung und Flüssigkeitssubstitution am Lebensende

Das Für und Wider des Einsatzes von künstlicher Ernährung und Flüssigkeitszufuhr am Lebensende ist häufig Quelle von Auseinandersetzungen, die nicht nur mit medizinischen Argumenten geführt werden. Psychologische und ethische Überlegungen spielen in diesem Zusammenhang eine mindestens ebenso grosse Rolle. Die Angst vor einem Verhungern und/oder Verdursten am Lebensende ist weit verbreitet und spielt bei der Entscheidungsfindung oft eine wesentliche Rolle. Die vorliegende Arbeit versucht, die verschiedenen Aspekte zu berücksichtigen, die beim Ringen um die richtige Lösung bedeutsam sind, und gibt praktische Hinweise und Tipps, wie eine adäquate Versorgung von Menschen mit Nahrung und Flüssigkeit am Lebensende aussehen könnte.

Mehr dazu hier:

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-2004-822842

Angehörige über Rasselatmung richtig informieren

Ein feuchtes Zelt hilft gegen Rasselatmung

In der „Lebenslage sterbend“ kann es zu Rasselatmung kommen. Nicht selten schreckt dies Angehörige auf. Um diese angemessen beraten zu können, kann ein Muster-Informationsschreiben für Angehörige nutzen. Bevor Sie diese Informationen allerdings an Angehörige weiterreichen, sollten Sie ihnen vorher den Sachverhalt mündlich erläutern und erklären. Erst wenn der Sachverhalt wirklich verstanden worden ist, sollten Sie das Schreiben aushändigen. Bedenken Sie, dass Sie es in der Regel mit dem Familiensprecher zu tun haben. Dieser muss dann zu Hause Bericht erstatten. Hierbei kann ihm das unten aufgeführte Material helfen. (mehr …)

Mundpflege in der letzten Lebensphase

Quelle: YouTube

Menschen, die sich in der letzten Lebensphase befinden, erhalten häufig Opioide, Chemooder / Strahlentherapie, Antidepressiva oder Neuroleptika. Die Folge dieser therapeutischen Massnahmen ist nicht selten eine schlechte Mundhygiene, die zu pathologischen Veränderungen, wie z.B. Soor oder anderen Infektionen führen kann. Um die Lebensqualität der Patientin/des Patienten zu verbessern wird ein Grundsatz von Pflegenden eingehalten: Es wird niemals gegen den Willen der Patientin/des Patienten gehandelt.

Ein Merkblatt der Spitäler Frutigen Meiringen Interlaken AG zum Thema Mundpflege in Problemsituationen hier:

https://www.spitalfmi.ch/fileadmin/media/pdf/Palliative_Care_Mundpflege_in_Problemsituationen.pdf

Vermeidbare Therapiefehler in der „Lebenslage sterbend“

Screenshot Präsentation Wallnöfer

Noch immer werden in Langzeitinstitutionen, aber auch im Spital Infusionen gesteckt  sowie Sauerstoff zugeführt, wenn es ums Sterben geht. Fachleute aber mahnen: Infusionen in Sterbephase helfen nicht gegen das Durstgefühl. Das Durstgefühl beim Sterbenden hängt nicht mit der
Menge der zugeführten Flüssigkeit zusammen, sondern mit dem Grad der Trockenheit der Mundschleimhäute. Das Abflachen der Atmung in der Sterbephase ist physiologisch und nicht ein Zeichen der Atemnot oder Sauerstoffmangel. Deshalb ist Sauerstoffzufuhr keine adäquate Massnahme.

Eine aufschlussreiche Präsentation von Dr. W.J. Wallnöfer, Arzt für Allgemeinmedizin Prad am Stilfserjoch:

http://sakam.it/sakam/images/pdf/Sonderausbildung_2014-2017/06.05.2016_Palliativm_INFUSIONEN_SAUERSTOFFGABE.pdf

Atemnot in der „Lebenslage sterbend“: mehr Schaden als Nutzen?

Das feuchte Zelt: eine wirksame Massnahme gegen Atemnot

Atemnot wird als beängstigend und bedrohlich empfunden. Obgleich objektivierbare Kriterien für dieses häufig beklagte Symptom und allgemein akzeptierte Therapiekriterien fehlen, wird in vielen Gesundheitseinrichtungen nahezu reflektorisch Sauerstoff gegeben. In diesem Beitrag werden Hinweise für oder gegen den Nutzen von Sauerstoff diskutiert und alternative Behandlungskonzepte zur effektiven symptomatischen Beeinflussung kurativ nicht mehr linderbarer Atemnot vermittelt.

Mehr dazu hier:

http://www.der-schlafdoktor.de/sauerstoff2010.pdf

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