EXIT: Zahl der Freitodbegleitungen sinkt in der Schweiz

Laut der Sterbehilfeorganisation Exit liessen sich 2019 862 Personen durch Mitarbeitende der Organisation in den Tod begleiten. Gemäss den Zahlen des Vereins sind das 43 weniger als im Vorjahr.

Ganzer Bericht hier:

https://www.tagblatt.ch/news-service/vermischtes-people/exit-meldet-mehr-mitglieder-machte-2019-aber-weniger-freitodbegleitungen-ld.1197659

Der Tod – das letzte Tabu: Sterben auf Bestellung (Video)

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Screenshot srf.ch

Sterbehelferin oder Sterbehelfer – wohl einer der ungewöhnlichsten Berufe der Schweiz. «Reporter» berichtet über eine Frau und einen Mann, die sich als Begleiter in den Freitod ausbilden lassen. Wie lernt man, Todkranken den Sterbewunsch zu erfüllen?
Jürg Billwiller ist angespannt. Seine zweite Freitodbegleitung steht bevor. «Wir besuchen einen Menschen, der sich entschieden hat, heute zu sterben. Ich frage mich, was in ihm vorgegangen ist letzte Nacht.» Billwiller steigt im Bahnhof Zürich in den Zug nach Bern. Exit fehlen Freitodbegleiterinnen und -begleiter. Per Inserat sucht die Freitodorganisation nach «emotional gefestigten Persönlichkeiten zwischen 40 und 68 Jahren», die bereit sind, diesen heiklen Job zu machen. Sechs Kandidatinnen und Kandidaten sind ausgesucht worden, sie absolvieren derzeit eine Ausbildung. «Reporter» hat zwei von ihnen dabei begleitet.

Mehr dazu in der Sendung Reporter von SRF:

https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/a7422388-330a-42b8-9621-0b3623c5bb95

„Tod nach Plan?“ – Umgang mit assistiertem Suizid in Institutionen des Gesundheitswesens (Weiterbildung)

Suizidbeihilfe oder assistierter Suizid ist in der Schweiz nach Artikel 115 des Strafgesetzbuches zulässig, sofern die Handlung nicht auf selbstsüchtigen Beweggründen beruht. Während die rechtliche Seite klar formuliert ist, wird der assistierte Suizid gesellschaftlich und politisch kontrovers diskutiert. Auch Fachpersonen in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens müssen sich dieser Debatte stellen. Viele werden verpflichtet, den assistierten Suizid in ihren Institutionen zuzulassen, teilweise gegen ihren Willen. Das löst Unsicherheiten und Fragen aus.

Eine kostenlose Weiterbildung in Thun im April 2020 bietet eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema und der damit verbundenen Vielschichtigkeit der Problemlagen. Bearbeitet werden Schwerpunkte, die eine persönliche, aber auch fachliche Weiterentwicklung in der Institution zum Thema ermöglichen. Die abwechslungsreiche Methodik unterstützt das Finden von Antworten für einen sichereren Umgang in der Praxis.

Kursdatum: Donnerstag, 02. April 2020 von 09.00 – 17.00 Uhr

Kursort:
Spital STS AG, Krankenhausstrasse 12, 3600 Thun

Die Kurskosten werden vom Verein Palliative Care Netzwerk Thun und von der HES-SO Valais-Wallis übernommen.

Anmeldeschluss: 03. Februar 2020

PDF hier: 20_04_02_Tod_nach_Plan

Anmeldung hier:

https://www.hevs.ch/de/hochschule/hochschule-fur-gesundheit/pflege/autres-formations/weiterbildung/kurzweiterbildungen/tagesveranstaltungen/tod-nach-plan-umgang-mit-assistiertem-suizid-in-institutionen-des-gesundheitswesens-21346

Richtungsstreit bei Exit

suizid parb

Eine Gruppe von alten Exit-Pionieren kämpft für die radikale Lösung, die rezeptfreie Abgabe des tödlichen Medikaments. Der Vorstand hingegen verfolgt die gemässigte Lösung, eine schwere, unheilbare Erkrankung als Voraussetzung, und startet eine Kampagne zur Aufklärung. Die interne Auseinandersetzung hat dazu geführt, dass Exit eine öffentliche Fachtagung organisierte. Die 600 Tickets waren innert weniger Tage ausverkauft. Der Richtungsstreit hält an.

Mehr dazu hier:

https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/das-letzte-tabu-exit-will-mit-einem-missverstaendnis-bei-der-suizidhilfe-aufraeumen-135983098

Vor einer Entscheidung für Exit: Haben wir an alles gedacht?

Screenshot 20Minuten Online

Als Pflegende müssen wir den Sterbewunsch mit Exit ernst nehmen. Mit dieser Sterbehilfeorganisation aus dem Leben zu scheiden, gehört zum Recht auf Selbstbestimmung, wie ich dieses Recht verstehe. Vor der finalen Entscheidung müssen indes alle zur Verfügung stehenden Alternativen geprüft werden. Und der Patient, die Patientin sowie deren Angehörige müssen über Palliative Care, Sterbefasten, Sedation informiert werden. Spitäler, Langzeitinstitutionen sowie Spitexbetriebe brauchen Regeln, eine Haltung sowie Prozesse, wie sie mit dem Sterbewunsch ihrer Klienten umgehen sollen.

Zum Beispiel: Nach einer Hirnblutung vor vier Jahren kämpfte sich Marko A.* (24) ins Leben zurück. Freunde und Familie geben ihm nicht die nötige Unterstützung. Nun will er mit Exit aus dem Leben scheiden. Ist da etwas schief gelaufen?

Das Schicksal dieses jungen Mannes macht betroffen:

Mehr dazu hier in Text und Video:

https://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Winterthurer-Marko–24–will-mit-Exit-sterben-17874851#videoid=717195

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