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„Gott“ – von Ferdinand von Schirach, Film

Der 78-jährige ehemalige Architekt Richard Gärtner möchte seinem Leben ein Ende setzen. Dies soll jedoch nicht im Ausland, sondern ganz legal mit der Hilfe seiner Hausärztin geschehen. Für Dr. Brandt kommt es aus persönlicher Überzeugung nicht infrage, ihrem zwar betagten, aber gesunden Patienten ein todbringendes Präparat zu besorgen. Richard Gärtners Fall wird exemplarisch vor dem Deutschen Ethikrat diskutiert. Strittig ist dabei nicht die Frage, welche Formen von Sterbehilfe für Ärzte straffrei sind, sondern ob Mediziner dem Patientenwunsch eines Lebensmüden gerecht werden müssen – egal ob jung, alt, gesund oder krank. Ethikrat-Mitglied Dr. Keller befragt die Sachverständigen und lässt so die unterschiedlichen Experten zu Wort kommen. Die Verfassungsrechtlerin Prof. Litten und der Anwalt von Richard Gärtner stehen Bischof Thiel und Ärztekammerchef Sperling dabei mit unterschiedlichen Meinungen gegenüber. Am Ende richtet sich die Ethikrat-Vorsitzende direkt an das Publikum: Soll Richard Gärtner das tödliche Präparat bekommen, um sich selbstbestimmt das Leben zu nehmen?

Der ganze Film hier:

https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/160f8eeb-114f-44ad-99ea-545a2cdc19ac

EXIT: Zahl der Freitodbegleitungen sinkt in der Schweiz

Laut der Sterbehilfeorganisation Exit liessen sich 2019 862 Personen durch Mitarbeitende der Organisation in den Tod begleiten. Gemäss den Zahlen des Vereins sind das 43 weniger als im Vorjahr.

Ganzer Bericht hier:

https://www.tagblatt.ch/news-service/vermischtes-people/exit-meldet-mehr-mitglieder-machte-2019-aber-weniger-freitodbegleitungen-ld.1197659

Der Tod – das letzte Tabu: Sterben auf Bestellung (Video)

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Screenshot srf.ch

Sterbehelferin oder Sterbehelfer – wohl einer der ungewöhnlichsten Berufe der Schweiz. «Reporter» berichtet über eine Frau und einen Mann, die sich als Begleiter in den Freitod ausbilden lassen. Wie lernt man, Todkranken den Sterbewunsch zu erfüllen?
Jürg Billwiller ist angespannt. Seine zweite Freitodbegleitung steht bevor. «Wir besuchen einen Menschen, der sich entschieden hat, heute zu sterben. Ich frage mich, was in ihm vorgegangen ist letzte Nacht.» Billwiller steigt im Bahnhof Zürich in den Zug nach Bern. Exit fehlen Freitodbegleiterinnen und -begleiter. Per Inserat sucht die Freitodorganisation nach «emotional gefestigten Persönlichkeiten zwischen 40 und 68 Jahren», die bereit sind, diesen heiklen Job zu machen. Sechs Kandidatinnen und Kandidaten sind ausgesucht worden, sie absolvieren derzeit eine Ausbildung. «Reporter» hat zwei von ihnen dabei begleitet.

Mehr dazu in der Sendung Reporter von SRF:

https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/a7422388-330a-42b8-9621-0b3623c5bb95

„Tod nach Plan?“ – Umgang mit assistiertem Suizid in Institutionen des Gesundheitswesens (Weiterbildung)

Suizidbeihilfe oder assistierter Suizid ist in der Schweiz nach Artikel 115 des Strafgesetzbuches zulässig, sofern die Handlung nicht auf selbstsüchtigen Beweggründen beruht. Während die rechtliche Seite klar formuliert ist, wird der assistierte Suizid gesellschaftlich und politisch kontrovers diskutiert. Auch Fachpersonen in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens müssen sich dieser Debatte stellen. Viele werden verpflichtet, den assistierten Suizid in ihren Institutionen zuzulassen, teilweise gegen ihren Willen. Das löst Unsicherheiten und Fragen aus.

Eine kostenlose Weiterbildung in Thun im April 2020 bietet eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema und der damit verbundenen Vielschichtigkeit der Problemlagen. Bearbeitet werden Schwerpunkte, die eine persönliche, aber auch fachliche Weiterentwicklung in der Institution zum Thema ermöglichen. Die abwechslungsreiche Methodik unterstützt das Finden von Antworten für einen sichereren Umgang in der Praxis.

Kursdatum: Donnerstag, 02. April 2020 von 09.00 – 17.00 Uhr

Kursort:
Spital STS AG, Krankenhausstrasse 12, 3600 Thun

Die Kurskosten werden vom Verein Palliative Care Netzwerk Thun und von der HES-SO Valais-Wallis übernommen.

Anmeldeschluss: 03. Februar 2020

PDF hier: 20_04_02_Tod_nach_Plan

Anmeldung hier:

https://www.hevs.ch/de/hochschule/hochschule-fur-gesundheit/pflege/autres-formations/weiterbildung/kurzweiterbildungen/tagesveranstaltungen/tod-nach-plan-umgang-mit-assistiertem-suizid-in-institutionen-des-gesundheitswesens-21346

Richtungsstreit bei Exit

suizid parb

Eine Gruppe von alten Exit-Pionieren kämpft für die radikale Lösung, die rezeptfreie Abgabe des tödlichen Medikaments. Der Vorstand hingegen verfolgt die gemässigte Lösung, eine schwere, unheilbare Erkrankung als Voraussetzung, und startet eine Kampagne zur Aufklärung. Die interne Auseinandersetzung hat dazu geführt, dass Exit eine öffentliche Fachtagung organisierte. Die 600 Tickets waren innert weniger Tage ausverkauft. Der Richtungsstreit hält an.

Mehr dazu hier:

https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/das-letzte-tabu-exit-will-mit-einem-missverstaendnis-bei-der-suizidhilfe-aufraeumen-135983098

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