Sonderernährung in der Palliativmedizin – und ihre Grenzen

Appetitlosigkeit und ungewollter Gewichtsverlust sind neben Fatigue die häufigsten Problemkreise von Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Aus Sicht der Patienten ergibt sich daraus ein kausaler Zusammenhang: Ich muss nur wieder genügend Nahrung aufnehmen, dann werde ich wieder zu Kraft kommen. Auch von den Angehörigen wird aus der gleichen Überlegung Druck aufgebaut, hinter dem die existenzielle Sicht «Essen gleich leben» steht. Eine starke Forderung nach künstlicher Ernährung drückt oft die Unfähigkeit aus, das nahende Sterben zu akzeptieren. Als Behandelnde sind wir aufgefordert, einerseits die existenziellen Ängste von Patient und Angehörigen aufzunehmen, andererseits die Indikation für eine enterale Ernährung mittels Sonde sehr sorgfältig abzuwägen und zu begründen. Die folgenden Überlegungen und Fakten zu verschiedenen Krankheitssituationen aus den Bereichen Onkologie und neurodegenerative Erkrankungen sollen bei diesem Entscheidungsprozess helfen.

Mehr dazu in dieser Archivperle (2014)

https://www.rosenfluh.ch/media/ernaehrungsmedizin/2014/01/Sondenernahrung_in_der_Palliativmedizin_und_ihre_Grenzen.pdf

Essen ist Leben, Leben ist Essen – auch in der Palliativversorgung

In allen Lebensphasen spielt die Ernährung eine wichtige Rolle – auch in der Palliative Care. Isst eine Person zu wenig beziehungsweise nicht mehr, stellen sich häufig Fragen zum weiteren Vorgehen. Die Situation kann bei den Involvierten – Patient, Angehörige und betreuende Fachpersonen – Gefühle wie Angst oder Hilflosigkeit auslösen, welche die Entscheidungsfindung und die Interventionswahl beeinflussen können. Der Artikel gibt praktische Tipps für die Betreuung von palliativen Patienten mit Ernährungsschwierigkeiten.

Mehr dazu hier:

https://www.rosenfluh.ch/media/2016/17/Essen-ist-Leben-Leben-ist-Essen.pdf

„Sie können doch ihren Vater nicht verhungern lassen“ (Video)

Künstliche Ernährung triebt viele Menschen um. Ganz nach dem Motto: Sie können doch ihren Vater nicht verhungern lassen oder du musst doch was essen. Dieses Thema macht allen Beteiligten einen enormen Druck. Stellen sie sich mal vor sie haben eine schwere Magen-Darm-Grippe? Wir prima hätten sie das gefunden, wenn man Ihnen in der Situation ein dampfendes Schnitzel vor die Nase gesetzt hätte. Ihnen ist es Sterbens schlecht, sie müssen alle viertel Stunde auf die Toilette sich übergeben. Wie hätten Sie das gefunden?

Prof. Dr. Sven Gottschling erklärt.

Das ganze Video auf YouTube.com

Zwischen Nahrungsverweigerung und Zwangsernährung – zum Umgang mit künstlicher Ernährung und Flüssigkeitssubstitution am Lebensende

Das Für und Wider des Einsatzes von künstlicher Ernährung und Flüssigkeitszufuhr am Lebensende ist häufig Quelle von Auseinandersetzungen, die nicht nur mit medizinischen Argumenten geführt werden. Psychologische und ethische Überlegungen spielen in diesem Zusammenhang eine mindestens ebenso grosse Rolle. Die Angst vor einem Verhungern und/oder Verdursten am Lebensende ist weit verbreitet und spielt bei der Entscheidungsfindung oft eine wesentliche Rolle. Die vorliegende Arbeit versucht, die verschiedenen Aspekte zu berücksichtigen, die beim Ringen um die richtige Lösung bedeutsam sind, und gibt praktische Hinweise und Tipps, wie eine adäquate Versorgung von Menschen mit Nahrung und Flüssigkeit am Lebensende aussehen könnte.

Mehr dazu hier:

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-2004-822842

„Wenn sie nur essen würde, wäre sie bald wieder auf den Beinen…“

Essen und Trinken sind im hohen Alter entscheidend für die Gesundheit und Lebensqualität. Was, wenn eine Betagte/ ein Betagter nicht mehr essen will? Für Angehörige und Pflegende eine komplexe Frage.

Hier eine spannende Präsentation zum Thema Ernährung im Alter

https://www.stadt-salzburg.at/pdf/hygienefachtagung_2018_essen_und_trinken_am_lebens.pdf

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