Vor einer Entscheidung für Exit: Haben wir an alles gedacht?

Screenshot 20Minuten Online

Als Pflegende müssen wir den Sterbewunsch mit Exit ernst nehmen. Mit dieser Sterbehilfeorganisation aus dem Leben zu scheiden, gehört zum Recht auf Selbstbestimmung, wie ich dieses Recht verstehe. Vor der finalen Entscheidung müssen indes alle zur Verfügung stehenden Alternativen geprüft werden. Und der Patient, die Patientin sowie deren Angehörige müssen über Palliative Care, Sterbefasten, Sedation informiert werden. Spitäler, Langzeitinstitutionen sowie Spitexbetriebe brauchen Regeln, eine Haltung sowie Prozesse, wie sie mit dem Sterbewunsch ihrer Klienten umgehen sollen.

Zum Beispiel: Nach einer Hirnblutung vor vier Jahren kämpfte sich Marko A.* (24) ins Leben zurück. Freunde und Familie geben ihm nicht die nötige Unterstützung. Nun will er mit Exit aus dem Leben scheiden. Ist da etwas schief gelaufen?

Das Schicksal dieses jungen Mannes macht betroffen:

Mehr dazu hier in Text und Video:

https://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Winterthurer-Marko–24–will-mit-Exit-sterben-17874851#videoid=717195

Streitfall Sterbehilfe – Wer bestimmt über mein Ende? (Video)

Foto WDR

Hilfe zum Suizid – das wünschen sich einige Schwerstkranke, die ihr Leid nicht mehr ertragen können. Doch die Gesetzeslage sorgt für Verunsicherung bei Patienten, Familienangehörigen und Ärzten.

Eindrückliches Video des WDR:

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/streitfall-sterbehilfe-wer-bestimmt-ueber-mein-ende-video-100.html

Der Film begleitet über ein Jahr lang zwei Schwerstkranke, die sich für den Fall des Falles einen „Notausgang“ wünschen. Eine Witwe schildert eindrücklich, wie ihr unheilbar an ALS erkrankter Mann, dessen Antrag auf Natrium-Pentobarbital „keine Aussicht auf Erfolg“ hatte, sich für das Sterbefasten entschied – als letzten Ausweg.

Überblick über Palliativdienste und Hospize in Deutschland:

https://www.dgpalliativmedizin.de/neuigkeiten/informationen-fuer-patienten-und-angehoerige.html

Beratung zum Thema Sterbebegleitung im Altersheim

Seit 2018 können deutsche Pflegeheime ihren Bewohnerinnen und Bewohnern eine Beratung für die Gestaltung der letzten Phase vor dem Tod anbieten. Diese Kassenleistung wird von immer mehr Pflegebedürftigen genutzt, wie aktuelle Zahlen des Gesundheitsministeriums zeigen. Trotzdem gibt es Streit. Die Linkspartei wirft der Bundesregierung Ignoranz vor.

Mehr dazu hier:

https://www.lvz.de/Nachrichten/Politik/Heimbewohner-nutzen-immer-haeufiger-Beratung-zum-Sterben

Weniger lebensmüde Schweizer? das Ende des Sterbehilfe-Booms – eine Alternative wird beliebter

Dreizehn Jahre lang bewegten sich die Zahlen für assistierten Suizide in eine Richtung: nach oben. Jahr für Jahr beendeten mehr Leute, die in der Schweiz wohnen, ihr Leben mit den Diensten von Sterbehilfeorganisationen. Nun steigt die Zahl erstmals nicht weiter an. Was dahinter steckt.

Mehr dazu hier:

https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/weniger-lebensmuede-schweizer-das-ende-des-sterbehilfe-booms-eine-alternative-wird-beliebter-133964956

Assistierter Suizid im Alters- und Pflegeheim (Bachelorarbeit)

Die im Rahmen dieser Bachelor-Thesis bearbeitete Fragestellung lautet: Wie kann der Zeitraum zwischen der Wunschäusserung nach Inanspruchnahme des assistierten Suizids, durchgeführt von EXIT, durch Bewohnende eines Alters- und Pflegeheims in der Schweiz bis
zur Durchführung im Heim würdig gestaltet werden? Dazu werden die Einflussfaktoren des Zeitraums zwischen der Wunschäusserung und der Durchführung des assistierten Suizids dargestellt. Dabei wird berücksichtigt, wie sich die Versorgung Sterbender in Schweizer Alters- und Pflegeheimen gestaltet, welche Bedingungen für den assistierten Suizid gelten und was würdiges Sterben bedeutet.

Die Bachelor-Thesis (2019) von Matteo Rossier hier:

Matteo_Rossier_Bachelor_Thesis_28.06.2019

 

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