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„Gott“ – von Ferdinand von Schirach, Film

Der 78-jährige ehemalige Architekt Richard Gärtner möchte seinem Leben ein Ende setzen. Dies soll jedoch nicht im Ausland, sondern ganz legal mit der Hilfe seiner Hausärztin geschehen. Für Dr. Brandt kommt es aus persönlicher Überzeugung nicht infrage, ihrem zwar betagten, aber gesunden Patienten ein todbringendes Präparat zu besorgen. Richard Gärtners Fall wird exemplarisch vor dem Deutschen Ethikrat diskutiert. Strittig ist dabei nicht die Frage, welche Formen von Sterbehilfe für Ärzte straffrei sind, sondern ob Mediziner dem Patientenwunsch eines Lebensmüden gerecht werden müssen – egal ob jung, alt, gesund oder krank. Ethikrat-Mitglied Dr. Keller befragt die Sachverständigen und lässt so die unterschiedlichen Experten zu Wort kommen. Die Verfassungsrechtlerin Prof. Litten und der Anwalt von Richard Gärtner stehen Bischof Thiel und Ärztekammerchef Sperling dabei mit unterschiedlichen Meinungen gegenüber. Am Ende richtet sich die Ethikrat-Vorsitzende direkt an das Publikum: Soll Richard Gärtner das tödliche Präparat bekommen, um sich selbstbestimmt das Leben zu nehmen?

Der ganze Film hier:

https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/160f8eeb-114f-44ad-99ea-545a2cdc19ac

Stress mit dem Sterben nach Plan

Photo by Samir Belhamra @Grafixart_photo on Pexels.com

Heute kann jeder seinen Tod gestalten: Manche Menschen verfassen eine Patientenverfügung, andere organisieren ihren letzten Tag bis ins Detail, um mit der Hilfe von Exit aus dem Leben zu scheiden. Man könnte aber auch den Tod verdrängen oder die Dinge schlicht auf sich zukommen lassen, meint Nina Streeck  in der NZZ am Sonntag.

Mehr zum Thema hier:

Wenn die Urteilsfähigkeit am Lebensende geprüft wird…..

Die Abklärung der Urteilsunfähigkeit gehört zum Alltag der Ärztinnen und Ärzte. Benutzt wird u.a. der sogenannte Mini Mental Status Test. Vielen ist allerdings nicht bewusst, dass auch gesellschaftliche und persönliche Werte den Entscheid beeinflussen.

Mehr dazu hier:

https://www.nzz.ch/meinung/im-zweifelsfall-ist-der-mensch-urteilsfaehig-ld.1456511?reduced=true

Mini Mental Status Test

https://de.wikipedia.org/wiki/Mini-Mental-Status-Test

Deutsches Bundesverfassungsgericht kippt Sterbehilfeverbot

Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch 25.2.2020 eine deutliche Entscheidung getroffen: Das 2015 eingeführte Verbot geschäftsmässiger Sterbehilfe ist verfassungswidrig. Es verstösst gegen das Grundgesetz, weil es den assistierten Suizid faktisch verunmöglicht. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht, so argumentieren die Verfassungsrichter, umfasse auch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. «Dieses Recht schliesst die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und dabei auch Angebote von Dritten in Anspruch zu nehmen», sagte Gerichtspräsident Andreas Vosskuhle am Mittwoch in Karlsruhe.

Das Urteil verpflichtet keinen Arzt, Sterbehilfe zu leisten. Aber das Gericht entschied, dass es ein Recht gibt, mit Hilfe Dritte aus dem Leben zu scheiden. Unheilbar kranke Deutsche müssen damit nicht mehr in die Schweiz reisen, um den assistierten Suizid auszüben. Aktive Sterbehilfe bleibt auch in Deutschland verboten.

EXIT: Zahl der Freitodbegleitungen sinkt in der Schweiz

Laut der Sterbehilfeorganisation Exit liessen sich 2019 862 Personen durch Mitarbeitende der Organisation in den Tod begleiten. Gemäss den Zahlen des Vereins sind das 43 weniger als im Vorjahr.

Ganzer Bericht hier:

https://www.tagblatt.ch/news-service/vermischtes-people/exit-meldet-mehr-mitglieder-machte-2019-aber-weniger-freitodbegleitungen-ld.1197659

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