Palliative-Care-Arzt: «Sie fragen, ob ältere Menschen leichter sterben als jüngere. Ich denke, nein.»

Der Palliative-Mediziner Roland Kunz leitet die Palliative-Care-Abteilung am Zürcher Stadtspital Waid. Er hat immer wieder mit Patientinnen und Patienten zu tun, die onkologische Therapien abbrechen. Kunz findet, der Stellenwert der Palliative Care müsste verbessert werden.
Ein Interview:

Solidarität bis zum Ende

Der assistierte Suizid hat auch die kirchliche Praxis erreicht. Pfarrerinnen und Pfarrer begegnen in der Seelsorge und im Zusammenhang von Abdankungen Menschen, die ein Sterben mit Hilfe einer Sterbehilfeorganisation erwägen oder bereits beschlossen haben, und Familien, die mit einem derartigen Sterben eines Angehörigen konfrontiert sind. In Gesprächen sind sie ebenfalls immer öfter mit dem Thema «assistierter Suizid» konfrontiert. Situationen wie diese fordern Pfarrpersonen nicht allein mit ihrer seelsorgerlichen und liturgisch-homiletischen Kompetenz, es stellen sich ihnen auch zentrale theologische und ethische Fragen.

Auf einem Podiumsgespräch diskutierten kürzlich folgende Personen zum Thema „Soldiarität bis zum Ende (Foto oben):

  • Prof. Dr. Matthias Zeindler, reformiert
  • Pfarrer Kurt Schweiss, römisch-katholisch
  • Pfarrer Dr. Stefanos Athanasiou, griechisch-orthodox
  • Heinz Wyss, neuapostolisch
  • Gesprächsleitung: Lisa Stalder, Journalistin und Publizistin.

Mehr dazu hier. Audio:

https://www.rkmg.ch/veranstaltung/28781

Wenn der Mund zu bleibt…..

Sanft aus dem Leben scheiden – das möchte dereinst wohl jeder und jede. Das Sterbefasten sei der beste Weg dazu, hiess es in letzter Zeit immer öfter. Doch wie sanft ist Sterbefasten wirklich? Ist es mit Schmerzen verbunden? Und wer tut es? Eine neue Studie gibt Auskunft.

Mehr dazu hier:

https://www.tagblatt.ch/leben/forschung-in-der-palliative-care-neue-studie-zum-sterbefasten-ld.1158308

Ein „Sinneswagen“ auf der Demenzabteilung macht Sinn

Sehen, schmecken, riechen: Beim „Snoezelen“ werden alle Sinne angesprochen. In der Demenzbetreuung wird deshalb ein „Snoezelenwagen“- auf Deutsch: Sinneswagen – eingesetzt. Diese Therapieform kommt aus den Niederlanden und setzt sich aus den Begriffen „snuffelen“ – schnüffel und „doezelen“ – dösen zusammen. Allein mit dem Wagen ist es nicht getan. In der Demenzbetreuung sind weitere Massnahmen angezeigt: Die Wahl des richtigen Zimmers – nahe am Büro der Pflegekräfte – weniger Verlegungen ins Spital, farbige Becher, die die Patienten besser wahrnehmen können und – wie eingangs erwähnt – der Snoezelen-Wagen.

Mehr dazu hier:

https://www.waz.de/staedte/herne-wanne-eickel/snoezelen-wagen-soll-in-herne-demenzpatienten-helfen-id11557230.html

und hier:

https://www.seniorenheim-st-josef.de/fileadmin/ctt/Altenhilfe_Rheinschiene/Seniorenheim_St._Josef__Vallendar/Text_Mobiler_Snoezelwagen.pdf

Für eine nachhaltige Implementierung der allgemeinen / spezialisierten Palliativversorgung in den Betrieb

Bild Palliative Weiterbildung

Mein Unterricht besteht aus Theorie und praktischen Übungen.

Vorgaben aus der Nationalen Strategie (2010-2015), Empfehlungen kantonaler Konzepte, Bestimmungen der GEF (Gesundheits- und Fürsorgedirektion), sowie die Dachgesellschaft palliative.ch setzen sich für eine nachhaltige Implementierung von Palliative Care in den Betrieben des Gesundheitswesens der Schweiz ein. Welche Schritte sind für eine erfolgreiche und vor allem nachhaltige Implementierung der Palliativversorgung im Betrieb von Bedeutung? Mein Flussdiagramm (siehe unten) gibt einen Überblick.

Von Claudia Gohrbandt, Palliativ-Expertin MAS (FHO)

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