Für eine nachhaltige Implementierung der allgemeinen / spezialisierten Palliativversorgung in den Betrieb

Bild Palliative Weiterbildung

Mein Unterricht besteht aus Theorie und praktischen Übungen.

Vorgaben aus der Nationalen Strategie (2010-2015), Empfehlungen kantonaler Konzepte, Bestimmungen der GEF (Gesundheits- und Fürsorgedirektion), sowie die Dachgesellschaft palliative.ch setzen sich für eine nachhaltige Implementierung von Palliative Care in den Betrieben des Gesundheitswesens der Schweiz ein. Welche Schritte sind für eine erfolgreiche und vor allem nachhaltige Implementierung der Palliativversorgung im Betrieb von Bedeutung? Mein Flussdiagramm (siehe unten) gibt einen Überblick.

Von Claudia Gohrbandt, Palliativ-Expertin MAS (FHO)

Die Erstellung einer SWOT-Analyse zeigt die Risiken und Chancen in der Umsetzung des Projekts „Einführung Palliativversorgung“ auf. Risiken sind zu prüfen, bzw. Massnahmen einzuleiten, um deren Eintreten zu verhindern bzw. zu minimieren. Der Aufwand der Kosten ist zu berechnen. Die Projetskizze bildet eine wertvolle Übersicht in welchem Zeitraum die Ziele / Teilziele der einzelnen Projektschritte zu erreichen sind.

Die Implementierung der Palliativversorgung in den Betrieb beinhaltet mehrere Schwerpunkte:

  • die Erstellung eines Konzepts,
  • die bereichsübergreifende Schulung aller Mitarbeitenden,
  • die Einflechtung der Schulungsinhalt in bestehende Prozessstrukturen,
  • Der Nachhaltigkeit ist besonderes Augenmerk zu schenken.

Erstellung eines Konzepts

Es bewährt sich, das Konzept durch einen / eine Palliativexperten*in in Zusammenarbeit mit der Pflegedienstleitung zu entwickeln. Im letzten Drittel der Bearbeitung empfiehlt es sich, eine Thementrägergruppe zu gründen, die mithilft, die Inhalte vor der Freigabe zu prüfen.

Stufengerechte, bereichsübergreifende Schulung des ganzen Betriebs

  • Modul A1 (3 Tage): Tertiär-/Sekundär-/Assistenzstufe,
  • Modul A2 (5 Tage): Tertiär-/Sekundärstufe,
  • Modul Weitere Bereiche: alle weiteren Berufsgruppen, freiwillige Mitarbeitende.

Eine reibungslose, nachhaltige Implementierung gelingt dann, wenn alle Mitarbeitende des Betriebs (vom CEO bis zum Reinigungspersonal) stufengerecht sowie bereichsübergreifend geschult sind. Mit Unterstützung der drei erwähnten Module lässt sich eine «gemeinsame Sprache» entwickeln. Neu rekrutierte Mitarbeiter/Innen sind verlässlich nachzuschulen.

Nach Abschluss der Basisschulungen ist zu prüfen, wie viele Mitarbeitende eine höhere Ausbildung (B1 / B2/ C) absolvieren, um die Weiterentwicklung / neueste Erkenntnisse der Forschung der Palliative Care in der Institution sicherzustellen. Palliative.ch definiert die Anzahl der Weiterzubildenden je nach Bettenzahl.

Einflechtung der Schulungsinhalte in die Prozessstrukturen

Die Thementrägergruppe wird von einer Person mit einem B1/B2/C Abschluss geleitet. Sie ist interprofessionelI zusammengesetzt, um von der Expertise mehrerer Berufsgruppen zu profitieren. Die Thementrägergruppe entwickelt Leitfäden / Checklisten und erarbeitet betriebliche Strukturanpassungen, die sie für die Umsetzung in der Praxis empfiehlt. Die Teilnehmenden unterstützen die Umsetzung der Empfehlungen in der Praxis. Wie oft sich die Gruppe trifft, wird im Betrieb definiert.

Sicherstellung der Nachhaltigkeit

Die Sicherstellung der Nachhaltigkeit ist der wichtigste Punkt vorliegender Projektbemühungen. Sie rechtfertigt den beträchtlichen finanziellen Aufwand. Durch Einflechtung der Schulungsinhalte in die Praxis, der Gründung der Thementrägergruppe, der Einführung von Praxisbegleitungen vor Ort / am Bett und der Initiierung von jährlichen Thementagen ist die Nachhaltigkeit des Projekts sichergestellt.

Die visuelle Darstellung anhand eines Flussdiagramms ermöglicht einen Überblick über das Ziel / die Teilziele des Projekts.

Mein Flussdiagramm hier downloaden: Scannen0207

Viel Erfolg und Freude bei der Implementierung der allgemeinen/spezialisierten Palliativversorgung in Ihrem Betrieb!

Kontakt:
c.gohrbandt@hotmail.com Palliativexpertin, Dozentin

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