• Praxistage

    Folgeangebote nach der Einführung von Palliative Care im Betrieb:

    Für Alters- und Pflegeheime, sowie für Spitex-Betriebe führe ich einzelne Praxistage durch. An diesen Tagen pflege ich in komplexen Betreuungssituationen unter Berücksichtigung einer (oder mehrerer) Fragestellungen aus dem Team mit. Im Anschluss daran werden Beobachtungen im interprofessionellen Team ausgetauscht, ausgewertet, um gemeinsam Antworten auf die Fragestellung(en) zu finden. Ein Arbeitsblatt nach SENS (Standortbestimmung/Evaluation), sowie das Protokoll nach SENS sind wertvolle Strukturhilfen.

    Anfragen, Nachfragen und Offerten: c.gohrbandt@hotmail.com

    oder 078 815 19 66

     

  • Kontakt

    Mail-Adresse:
    c.gohrbandt@hotmail.com

    Dipl. Pflegefachfrau HF, Expertin Palliative Care MAS (FHO) Master-Arbeit

    Beruflicher Werdegang

    LinkedIn - Profil

    Facebook - Profil

    Twitter

Neue Pflege- und Betreuungsmodelle für die Zukunft (Veranstaltung)

v.r.n.l: Prof. Carlo Knöpfel (Co-Autor Studie «Gute Betreuung im Alter in der Schweiz: eine Bestandsaufnahme», Simone Bertogg, Initiativkomitee «Gutes Alter für Alle»), Thomas Göttin (Polit-Forum), Yvonne Ribi (Initiativkomitee «Für eine starke Pflege», Geschäftsführerin Schweizer ,Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner), Daniel Höchli (Direktor Curaviva Schweiz).

Wir werden zunehmend älter. Auch als Gesellschaft. Allein die Zahl der Menschen über 80 wird sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Und im Jahr 2030 wird rund ein Viertel der in der Schweiz lebenden Menschen über 65 Jahre alt sein. Unsere Betreuungs- und Pflegemodelle stammen jedoch aus einer Zeit, als die Alterspyramide noch nicht Kopf stand – und die Betreuung von betagten Menschen Familiensache war. Auf einer Veranstaltung des Polit-Forums Bern und des Berner Generationenhauses (Burgergemeinde) diskutierten am Donnerstag 31.10.2019 in Bern prominente Gäste über den Pflegenotstand und mögliche Massnahmen dagegen.

Eine geplante Volksinitiative «Gutes Alter für Alle» will die Lücke zwischen Betreuung und Pflege schliessen, indem sie das Anrecht auf Pflege und Betreuung im Alter in die Verfassung schreiben will. Nach einer Vernehmlassung will das Initiativkomitee demnächst über das weitere Vorgehen, eine ev. Unterschriftensammlung (ab 2021), entscheiden. Die bereits zustande gekommene Initiative «Für eine starke Pflege» (Pflegeinitiative) des SBK legt den Fokus auf die Verbesserung der Bedingungen für Pflegefachkräfte. Der Bundesrat lehnt die Initiative indes ab. Die Gesundheitskommission des Nationalrats will nun dem Volksbegehren einen parlamentarischen Gegenvorschlag gegenüberstellen. In der dritten Sessionswoche der Wintersession kommt es im Nationalrat zu einer Weichenstellung.

Auf der Veranstaltung im Berner Generationenhaus erläuterte Prof. Carlo Knöpfel in einem Impulsreferat die Situation der Pflege und Betreuung in der Schweiz. Er stützte sich auf seine Studie «Gute Betreuung im Alter in der Schweiz: eine Bestandsaufnahme» (2018). Im Anschluss an das Referat stellten die beiden Vertreterinnen der Initiativen, Simone Bertogg und Yvonne Ribi, ihre Beweggründe und Lösungsansätze vor. In der abschliessenden Diskussion wurden unter Einbezug des Publikums die Herausforderungen und Lösungen diskutiert.

Drei Aspekte seien hier herausgegriffen:

Prof. Knöpfel verwies auf den Umstand, dass infolge der Digitalisierung (Scanning) bei Grossverteilern Personal abgebaut werde, das in der Pflege fehlt. Als einen interessanten Lösungsansatz verwies er auf Überlegungen, das kundengewohnte, kommunikativ erfahrende, exakt arbeitende Kassenpersonal der Grossverteiler umzuschulen und in der Pflege einzusetzen. Entsprechene Pläne gebe es bereits bei Coop.

Simone Bertogg vom Verein/Netzwerk „Gutes Alter für Alle“ lehnte den vermehrten Einsatz von technischen Hilfsmitteln in der Pflege nicht per se ab. Digitale Instrumente müssten aber dort eingesetzt werden, wo sie Sinn machten. Ausserdem sei es wichtig, das Personal und die Patientinnen/Patienten im Umgang mit den neuen Technologien auszubilden. Der Mensch könne in der Pflege nie ganz ersetzen werden. Simone Bertogg plädierte für eine ganzheitliche Betrachtung der Pflegebranche.

Der Pflegeberuf müsse attraktiver werden, die Rekrutierungen verstärkt und neue Pflegemodelle gesucht und gefunden werden, forderte die SBK-Geschäftsführerin Yvonne Ribi. Die Pflegeinitiative erzeugt hier den nötigen politischen Druck. In der Wintersession werde sich nun entscheiden, ob das Parlament bereit sei, die Kernforderungen des SBK (oder einige davon) in den beschlossenen Gegenvorschlag aufzunehmen. Ohne es explizit auszusprechen, tönte Frau Ribi damit an, dass für das Initiativkomittee ein Rückzug der Initiative denkbar wäre, wenn wesentliche Kernforderungen der Initiatinnen erfüllt und vom Parlament im Gegenvorschlag berücksichtig würden.

Auf den Fortgang dieser für uns alle wichtigen Diskussion darf man gespannt sein. Schliesslich werden wir alle einmal pflegebedürftig.

Teilnehmende am Podium waren:

Carlo Knöpfel, Co-Autor Studie «Gute Betreuung im Alter in der Schweiz:eine Bestandsaufnahme»
Simone Bertogg, Initiativkomitee «Gutes Alter für Alle»
Yvonne Ribi, Initiativkomitee «Für eine starke Pflege», Geschäftsführerin Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK)
Daniel Höchli, Direktor Curaviva Schweiz

Moderation
Thomas Göttin, Polit-Forum Bern

Hier die Studie (2018) «Gute Betreuung im Alter in der Schweiz: eine Bestandsaufnahme»

Klicke, um auf PSS_Broschuere_Gute_Betreuung_dt_180223.pdf zuzugreifen

und hier:

 

Gute Betreuung im Alter

Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: