Über die Suizidhilfe nachdenken

Wenn über Sterbehilfe diskutiert wird, ist die Geschichte der Psychiatrie zu berücksichtigen. In Deutschland kam es zwischen 1933 und 1945 zu systematisch organisierten Mordaktionen an psychisch Kranken und behinderten Menschen (T4 Aktion). Dabei spielte es eine erhebliche Rolle, dass Psychiater und Psychiaterinnen als Beteiligte eine aktive Rolle inne hatten (Durchführung der Selektion). Die Denkweisen und Wertevorstellungen dieser Psychiater und Psychiaterinnen stützten sich auf eugenische Vorstellungen, die massgeblich durch Schweizer Psychiater und Psychiaterinnen mitgeprägt waren. Leitend war die Vorstellung, dass der Wert des Lebens darin zu erkennen sei, dass Menschen fähig sind, einen nützlichen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Dies führte dazu, dass die Schwächsten der Schwachen, die Störenden und die Arbeitsunfähigen am meisten gefährdet waren, ermordet zu werden.

Mehr Überlegungen zum Thema in dieser Broschüre:

https://www.pzmag.ch/fileadmin/user_upload/documents/2017/Broschueren/BroschuereA5_Assistierter_Suizid_Online.pdf
BroschuereA5_Assistierter_Suizid_Online.pdf

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