Weihnachtliches Familienpicknick auf dem Friedhof

Die Gesellschaft ist im Wandel begriffen, hüben und drüben suchen Kirchgemeinden, private Gruppierungen und Städte eine neue Sterbekultur. Auch die Stadt Bern und die umliegenden Gemeinden. Vieles geht übers Ausprobieren buttom-up. Ein Beispiel:

Vor dem Gemeinschaftsgrab des Friedhofs Aebnit-Gümligen trafen sich am Abend des Weihnachtstags ein Dutzend Freunde, Bekannte und Verwandte eines Verstorbenen. Im Kerzenschein (Foto) genossen sie gemeinsam Glühwein und Berner Züpfe….

Gespräche über den Verstorbenen klangen nicht wie traurige Dialoge, sondern waren Schilderungen lustiger Begebenheiten und Erinnerungen. Die Anwesenden freuten sich und umarmten Neuankommende. Die Stimmung war überhaupt nicht traurig-depressiv, sondern hörbar freundschaftlich-locker, durchaus heiter.

Fazit: Tote nicht zu betrauern, sondern ihrer in einer Gemeinschaft, dankbar rückblickend zu gedenken, ist eine Art, wie sich unsere Sterbekultur verändern kann. In Mexiko oder Georgien kennt man diesen Brauch schon länger. Warum nicht auch bei uns? (PS)

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