• Kontakt zu Claudia Gohrbandt

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    Dipl. Pflegefachfrau HF, Expertin Palliative Care MAS (FHO) Master-Arbeit

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  • Schulungsangebote im Detail

    Ich biete Inhouse-Schulungen für Langzeitinstitutionen und Spitexbetriebe in der Palliativversorgung an. Mit dem Ziel einer Zertifizierung (palliative.ch) Liste C, Langzeitpflege (qualite`palliative) oder der zur Verfügungstellung von Richtlinien.

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    Für alle weiteren Berufsgruppen der Langzeitinstitution stehen speziell angepasste Schulungsmodule (Basics) zur Verfügung (Interdisziplinäre Zusammenarbeit) die beliebig kombinierbar sind.

    Das Angebot umfasst die Vorbereitung / Begleitung des gesamten Zertifizierungsprozesses: Konzept / Schulung / nachhaltige Implementierung in die Praxis.

    Die Schulungen erfolgen in Form von In-house Schulungen in den Langzeitinstitutionen und Ausbildungszentren.

    Ich halte Referate an Kongressen / öffentlichen Veranstaltungen zu allen Themen der „End of Life Care“ in der Langzeitinstitution.

    Claudia Gohrbandt

  • Beratungsgespräche


    - Worauf muss ich achten, wenn mein Vater / meine Mutter nicht mehr alleine zu Hause leben kann?
    -Wie wähle ich ein geeignetes Heim aus?
    - Was gilt es bei einem Eintritt zu beachten?
    -Welche Betreuungskonzepte sind am Ende des Lebens von Bedeutung?
    Auf diese oder ähnliche Fragen finden wir gemeinsame Antworten in einem Beratungsgespräch. Anmeldung:
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Wer zahlt für das Pflegeheim in einem anderen Kanton?

 

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Weil bis anhin nicht klar war, wer die Kosten übernimmt, konnten pflegebedürftige Senioren oft nicht in ein Heim eines anderen Schweizer Kantons ziehen. Eine Gesetzesänderung soll dies ab 2019 ändern – doch sie schafft neue Probleme.

Presseschau:

Von Andrea Fischer (Der Bund, 29.10.2018)

Sich an jedem beliebigen Ort im Land niederlassen zu können, gehört zu den Grundrechten von Staatsbürgerinnen und -bürgern. Die freie Wahl des Wohnsitzes ist denn auch durch die schweizerische Bundesverfassung garantiert. Für manche gilt dieses Recht aber nicht uneingeschränkt. So konnten etwa pflegebedürftige alte Menschen in jüngster Zeit ihren Wohnsitz für die letzten Lebensjahre nicht immer frei wählen. Dies erlebte unlängst auch die 92-jährige Carolina Zuber (Name geändert).

Vor sechs Jahren ist Zuber in ihren Heimatkanton Schwyz gezogen. Weil sie sich dort aber nicht wohlfühlt, beschloss sie, nach Zürich zurückzukehren, wo sie zuvor Jahrzehnte ihres Lebens verbracht hatte. Anfang Jahr meldete sich Carolina Zuber in einem Zürcher Altersheim an.

Das Heim teilte ihr mit, man nehme sie nur auf, wenn sie über eine Kostengutsprache ihrer jetzigen Wohngemeinde verfüge. Denn falls Zuber pflegebedürftig würde, müsste ihr derzeitiger Wohnort oder ihr Wohnkanton eine Zeit lang für die Pflegekosten aufkommen, hiess es.

Carolina Zubers Wohngemeinde lehnte jedoch eine Kostengutsprache ab. Man sei nicht zuständig, wenn sich eine pflegebedürftige Person freiwillig und selbstbestimmt in ein ausserkantonales Heim begebe. Vielmehr müsse dann die neue Wohngemeinde oder der neue Wohnkanton allfällige Pflegekosten übernehmen.

Die betagte Rentnerin lebt heute noch immer in den eigenen vier Wänden. Sie kann nicht verstehen, warum ihr der Umzug in das Pflegeheim ihrer Wahl nicht möglich sein soll.

Lücke im Gesetz

Fälle wie der von Carolina Zuber hat es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben. Der Grund ist eine Lücke im Gesetz. Seit 2011 heisst es da, dass Krankenkasse und Heimbewohner je einen fixen Betrag an die Pflegekosten leisten müssen und der Rest zulasten von Kanton und Gemeinde geht. Welcher Kanton oder welche Gemeinde aber für diese Restfinanzierung aufkommen muss, wenn eine Person von einem Kanton in ein Heim eines anderen eintritt, blieb offen.

Die Kantone haben diese Lücke zwar mit eigenen, aber unterschiedlichen Regeln gefüllt. Dies führte regelmässig dazu, dass man sich – wie im Fall von Carolina Zuber – gegenseitig die Verantwortung zuschob und es zu keiner Lösung kam. Den Betroffenen blieb dann der Umzug in ein ausserkantonales Heim verwehrt. Nicht selten endeten die interkantonalen Auseinandersetzungen vor Gericht, ohne dass dies eine allgemeingültige Klärung gebracht hätte. Schliesslich griff das Parlament ein und ergänzte das Gesetz. Die neuen Regeln treten am 1. Januar 2019 in Kraft.

Demnach muss künftig immer der Herkunftskanton die restlichen Pflegekosten übernehmen, will heissen, der Kanton, in welchem die betroffene Person vor dem Heimeintritt ihren Wohnsitz hat. Im Fall von Carolina Zuber wäre das also der Kanton Schwyz. Er müsste zahlen, wenn Zuber in ein Zürcher Heim umzieht.

Allerdings dürfen die Kantone bei der Finanzierung der ausserkantonalen Pflege ihre eigenen Regeln anwenden. Dieser Zusatz ist zentral, denn die Kantone können Maximalbeträge für die Restfinanzierung der Pflegekosten festlegen. Von dieser Möglichkeit machen die meisten Gebrauch. Folglich variieren die Pflegetarife von Kanton zu Kanton.

Teure und günstige Kantone

Zürich etwa gehört zu den Kantonen mit hohen Maximaltarifen. Wenn Zürcherinnen und Zürcher in ein ausserkantonales Heim gehen, ist dies kostenmässig gesichert.

Umgekehrt sehe es indes nicht so rosig aus, da in den Nachbarkantonen die Pflegetarife durchwegs tiefer seien als in Zürich, sagt Claudio Zogg, Geschäftsleiter des Heimverbands Curaviva Kanton Zürich. Pflegebedürftige, die zum Beispiel aus dem günstigen Thurgau oder dem Aargau in ein teureres Zürcher Heim gehen möchten, müssten deshalb damit rechnen, dass nicht die gesamten Pflegekosten gedeckt sind.

Ein allfälliger Rest ist nach Ansicht des Bundesrats von den Heimbewohnern selber zu tragen. Dieses Risiko könnten wohl nur wenige auf sich nehmen. Für Claudio Zogg ist klar: «Die Wahlfreiheit ist auch künftig nicht für alle Pflegebedürftigen sichergestellt.»

Es gibt jedoch eine Ausnahme in der neuen Regelung. Sie besagt, dass der Wohnkanton die vollen Restkosten für die ausserkantonale Pflege übernehmen muss, wenn er selber keinen Pflegeplatz in «geografischer Nähe» zur Verfügung stellen kann. Was mit «geografischer Nähe» gemeint ist, steht allerdings nicht im Gesetz. Dies zu interpretieren, sei den Kantonen überlassen, heisst es bei der Gesundheitsdirektorenkonferenz.

Im Kanton Aargau hat man noch keine Lösung gefunden, um die «geografische Nähe» zu definieren, sagt Barbara Hürlimann vom Departement Gesundheit und Soziales. «Wir schauen nun erst einmal, was die anderen Kantone machen, denn es sollte nicht jeder eine eigene Lösung festlegen.»

Doch selbst wenn es in der Nähe genügend freie Betten gäbe, könne eine Aargauer Gemeinde im Einzelfall trotzdem einen teureren auswärtigen Pflegeplatz finanzieren, wenn es dafür akzeptable Gründe gebe, ergänzt Hürlimann. Etwa wenn jemand aus familiären Gründen in einen anderen Kanton umziehen will.

Ähnlich handhabt dies auch der Kanton Basel-Stadt. Und der Kanton Bern verzichtet gleich ganz auf eine Definition der «geografischen Nähe» – zumindest vorläufig. Auf Anfrage teilt die Gesundheits- und Fürsorgedirektion mit, dass künftig allen Bewohnern, die sich in ein ausserkantonales Heim begeben, die Restkosten für die Pflege vollumfänglich finanziert werden.

Keine Obergrenzen

Und der Kanton Schwyz? Der gehört zu den wenigen, die keine Höchstsätze für die Restfinanzierung der Pflege festgelegt haben. Künftig werde man deshalb auch die vollen Pflegekosten vergüten von Pflegeheimen, die auf der Heimliste eines anderen Kantons stünden, sagt Bruno Bürgler von der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz.

Gute Nachrichten also für Carolina Zuber. Sollte sie nach wie vor die Absicht haben, in ein Zürcher Heim zu gehen, und dort auch einen Platz bekommen, kann sie damit rechnen, dass ihr Wohnkanton Schwyz ab 2019 die vollen Kosten übernimmt.

Alles in allem sei nun zwar endlich geklärt, wer für die Restfinanzierung der Pflege zuständig sei, sagt Claudio Zogg von Curaviva. Einfacher werde es mit der neuen Regelung aber nicht. Zudem drohten auch künftig Finanzierungslücken, weshalb auch wieder mit gerichtlichen Auseinandersetzungen zu rechnen sei.

Den Seniorinnen und Senioren, die einen Pflegeaufenthalt in einem anderen Kanton ins Auge fassen, rät Zogg, auf jeden Fall rechtzeitig mit den Behörden ihres Wohnkantons zu klären, wie viel diese an die Restkosten der Pflege beitragen.

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