Ernährung am Lebensende

Die Vorstellung, dass ein Mensch verhungern oder verdursten muss, löst in uns reflexartig folgenden Gedanken aus: „Dies muss unbedingt verhindert werden!“ Zu wenig Essen und Trinken geben bedeutet Vernachlässigung, Verwahrlosung und Pflichtverletzung.

Dies waren auch die Probleme, welche Pflegende vor der Erfindung der PEG-Sonde hatten – besonders in den Heimen. Die Pflegenden mussten hilflos mit ansehen wie ihre Heimbewohner „verhungerten“ und „verdursteten. Die Einführung der PEG war somit ein Segen, man musste nicht mehr tatenlos mit ansehen, wie ein Mensch an den Folgen der mangelnden Nahrungszufuhr verstarb. Essen und Trinken ist die einfachste und natürlichste Form menschlicher Zuwendung, durch die PEG wurde dieses Bedürfnis wieder ausreichend befriedigt. Für viele Menschen war, bzw. ist die PEG-Sonde eine gute und immer noch die beste Möglichkeit sich Nahrung zuführen zu lassen, wenn dies aufgrund verschiedener Ursachen nicht mehr möglich ist. Aber wie ist dies bei dementen Menschen? Leidet ein dementer Mensch im Sterbeprozess an „Hunger“ und „Durst“, wenn er nicht mehr 1800 Kalorien isst und 1500 ml trinkt (1310 ml laut DGE, wenn man ausreichend isst)? Oder ist es nicht eine natürliche Folge der Erkrankung, bei der es dann zwangsläufig dazu führt, dass der Erkrankte zu essen und zu trinken aufhört?

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