Die Bezeichnung „terminal“ ist out

In der vertieften Auseinandersetzung mit der aktuellen Literatur fällt auf, dass nicht das Sterben, sondern der Mensch, der sich im Sterbeprozess befindet zunehmend im Fokus steht.

Von Claudia Gohrbandt, Palliative Care (FHO)

Die terminale Situation wird NEU als „Lebenslage sterbend / Lebensphase sterbend“ definiert.

Lebens- /Abschieds- /und Sterbeprozesse sind „höchst individuell“ (Umsorgungsmodell). Langsam, plötzlich, definitiv, vorübergehend“. Die zweite Defintion lässt im Gegensatz zur ersten alles offen, engt den Prozess des sterbens nicht ein, ist nicht definitiv oder endgültig. Wie oft ist in der Praxis zu beobachten, dass sich Menschen im Prozess des sterbens doch noch – meist vorübergehend – für das Leben zurück entscheiden? Überlegenswert ist an dieser Stelle: begleiten das interprofessionelle Team andere Gedanken/ Vorgehensweisen, wenn von einer terminalen Situation oder der „Lebenslage sterbend“ gesprochen wird?

Oben genannte Punkte lassen logische Rückschlüsse zu. Es erscheint als sinnvoll, sich vom Ausdruck der terminalen Situation zu distanzieren und sich statt dessen der „Lebenslage sterbend“ zuzuwenden.

Sterben gehört zum Leben, Leben gehört zum Sterben!

(Gohrbandt, 2018. In Anlehnung an: White paper I, S. 220: 3.5 (2011); Praxis Palliative Care (2016); Gottschling (2017); Müller (2018)

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