Dialog ist die beste Suizidprophylaxe

Dr. Heike Gudat

Ein 104jähriger Australier reist in die Schweiz, um in Baselland mit Hilfe einer obskuren Sterbehilfeorganisation zu sterben. Vorher inszeniert er einen medialen Wirbel, weil er glaubt, die rechtliche Situation in seinem Heimatland verändern zu können. Was halten Fachleute davon? Dr. Heike Gudat, Leitende Ärztin im Hospiz im Park Klinik für Palliative Care, in Arlesheim hat 2012 einen Aufsatz dazu geschrieben: „Palliative Care und Sterbehilfe wollen das Beste für Menschen am Lebensende. Aber sie gehen von unterschiedlichen Haltungen aus. Assistierter Suizid ist kein Teil der Palliative Care. Palliative Care will beste physische, psychische, soziale und spirituelle Betreuung, denn Palliative Care brauchen viele, den Freitod wollen wenige. Den Patienten nicht aufgeben, lautet unsere Haltung. Dialog ist die beste Suizidprophylaxe.“

Der assistierte Suizid ist in der Schweiz legal, aber die Beihilfe dazu ist keine ärztliche Pflicht. Unterscheiden Sie kritisch zwischen Ihrer Haltung und der Ihrer Patienten. Deklarieren ist fair. Auch wenn Sie dadurch den Patienten verlieren. Beteiligen Sie sich am gesellschaftlichen Diskurs.

Den ganzen Aufsatz lesen Sie hier:

https://gr-ref.ch/app/uploads/2018/01/gudat-palliative-care-oder-exit.pdf

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