Ärztliche Präsenz am Lebensende

Patient/Patientin und Angehörige haben meistens keine Kenntnis, wie ein Sterbeprozess abläuft, was «normal» ist beim Sterben. Informationen dazu können Unsicherheit und Stress vermindern. Diese Informationen können wir aber nur geben, wenn wir Erfahrung darin haben. Die erlangen wir aus der Präsenz am Sterbebett, wenn wir uns nicht entziehen und die Begleitung an die Pflegenden delegieren. Als ich einmal mit einem Assistenzarzt, der schon im Besitze seines Facharzt­titels war, an einem Sterbebett die letzten Atemzüge und den Eintritt des Todes begleitete, bemerkte ich sein Unbehagen. Auf meine Frage dazu erklärte er mir, dass er zum ersten Mal in seinem Leben einen Menschen hatte sterben sehen. Vielleicht müssen wir künftig in die Weiterbildungscurricula nicht nur Fertigkeiten und Wissen aufnehmen, sondern auch das persönliche Erlebnis des Sterbens eines Patienten.

Mehr dazu hier: Dr. Roland Kunz im Medical Forum

https://medicalforum.ch/de/article/doi/fms.2017.03001/

 

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