Verbesserung des Zugangs für Patientinnen, Patienten und Angehörige zu psycho-sozialer Beratung und spiritueller Begleitung in der Palliative Care (MAS Thesis)

Die Fragestellung der vorliegenden Master-Arbeit lautet: „Wie kann für die Patientinnen, Patienten und Angehörige der Zugang zu psycho-sozialer Beratung und spiritueller Begleitung in der Palliative Care verbessert werden?“ Die Arbeit von Gerhard Gerster untersucht die relevanten Prinzipien der Nationalen Leitlinien Palliative Care, stellt sie kritisch der praktischen Umsetzung im Kanton Basel-Stadt gegenüber und macht Vorschläge zur Verbesserung des Zugangs zu psycho-sozialer Beratung und spiritueller Begleitung in der Praxis.

Grundlage ist das bio-psycho-sozial-spirituelle Modell von Gesundheit und Krankheit in der Palliative Care. Dieses Modell dient zusammen mit dem Konzept der Lebensübergänge als Rahmen für die Erarbeitung der (bio-)psycho-sozialen und spirituellen Bedürfnisse, Risiken und Ressourcen der definierten Zielgruppen. Es wird herausgearbeitet, welche Bedeutung diese Bedürfnisse haben, welche ethischen Aspekte wichtig sind und wo Defizite in der Ver-sorgung bestehen. Aus diesen Ergebnissen werden die Anforderungen an psycho-soziale Beratung und spirituelle Begleitung mit Blick auf die Zugänglichkeit abgeleitet.

Im Zentrum der Verbesserung des Zugangs zu psycho-sozialer Beratung und spiritueller Begleitung steht eine salutogenetische Perspektive von Gesundheit und Krankheit. Diese Perspektive öffnet den Blick auf die psycho-sozialen Ressourcen und vor allem auf die an-thropologisch bedeutsame Sinndimension. Die Sinnperspektive macht die psycho-soziale und spirituelle Dimension (z.B. bei Schmerz, Leid, Leiden, Schuld, Vergebung und Versöhnung) zugänglich für die Behandlung und Betreuung im interprofessionellen Handeln.

Die psycho-soziale „Gestaltungsdiagnostik“ zeigt auf wie der Zugang zu psycho-sozialen Be-dürfnissen interprofessionell verbessert werden kann. Dabei werden zentrale psycho-soziale Bedürfnisse und Interventionen bei schwer kranken sterbenden Menschen und Angehörigen verdeutlicht. Spirituelle Begleitung wird im Kontext von Seelsorge und Spiritual Care verortet. Das Potential zur Verbesserung des Zugangs zu Spiritualität oder Religiosität wird herausge-arbeitet und Methoden wie spirituelle Anamnese SPIR, das Vier-Ebenen-Modell und die drei Transzendenzqualitäten mit Fallbeispielen diskutiert. Bei der Sterbe- und Trauerbegleitung wird das Schmerzkonzept „total pain“ angewendet und gezeigt, welche Bedeutung eine integrale Perspektive auf die Trauer für die Vorbeugung bei Trauernden hat.

Die ganze Master-Arbeit kann hier, beim Autor für 25 Franken bestellt werden:

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