• Kontakt zu Claudia Gohrbandt

    Mail-Adresse:
    c.gohrbandt@hotmail.com

    Dipl. Pflegefachfrau HF, Expertin Palliative Care MAS (FHO) Master-Arbeit

    Beruflicher Werdegang

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  • Schulungsangebote im Detail

    Ich biete Inhouse-Schulungen für Langzeitinstitutionen und Spitexbetriebe in der Palliativversorgung an. Mit dem Ziel einer Zertifizierung (palliative.ch) Liste C, Langzeitpflege (qualite`palliative) oder der zur Verfügungstellung von Richtlinien.

    Alle Kursinhalte auf einen Blick

    Für alle weiteren Berufsgruppen der Langzeitinstitution stehen speziell angepasste Schulungsmodule (Basics) zur Verfügung (Interdisziplinäre Zusammenarbeit) die beliebig kombinierbar sind.

    Das Angebot umfasst die Vorbereitung / Begleitung des gesamten Zertifizierungsprozesses: Konzept / Schulung / nachhaltige Implementierung in die Praxis.

    Die Schulungen erfolgen in Form von In-house Schulungen in den Langzeitinstitutionen und Ausbildungszentren.

    Ich halte Referate an Kongressen / öffentlichen Veranstaltungen zu allen Themen der „End of Life Care“ in der Langzeitinstitution.

    Claudia Gohrbandt

  • Beratungsgespräche


    - Worauf muss ich achten, wenn mein Vater / meine Mutter nicht mehr alleine zu Hause leben kann?
    -Wie wähle ich ein geeignetes Heim aus?
    - Was gilt es bei einem Eintritt zu beachten?
    -Welche Betreuungskonzepte sind am Ende des Lebens von Bedeutung?
    Auf diese oder ähnliche Fragen finden wir gemeinsame Antworten in einem Beratungsgespräch. Anmeldung:
    c.gohrbandt@hotmail.com

Individualität – oberstes Ziel in der Schmerzbehandlung

Von Claudia Gohrbandt, Expertin Palliative Care (FHO)

Belastende Symptome und Leiden zu lindern, zählt zu den Prinzipien der Palliativversorgung. Das trifft auch für die Schmerzbehandlung zu. Betroffen sind Menschen aller Altersstufen mit unterschiedlichsten Grunderkrankungen.

Welche Massnahmen sind einzuleiten, um akute oder chronifizierte Schmerzen zu lindern, bestenfalls aufzulösen?

Die Antwort liegt auf der Hand. Mit dem Einsatz aussagekräftiger Assessments, einer Zuordung der Schmerzintensität (WHO Stufen 1-4) und der daraus abzuleitenden Schmerztherapie (Basis-/Reservemedikation). Die verlässliche Evaluation in regelmässigen Abständen und nach Abgabe der Reservemedikation darf nicht ausbleiben.

Und doch- diese Massnahmen allein reichen nicht aus, um der Individualität in der Schmerzbehandlung Rechnung zu tragen.

In komplexen Situationen gilt es, sich berechtigte Grundsatzfragen zu stellen wie:

-Sind kognitive Defizite vorhanden, oder nicht?
-Ist die Selbsteinschätzung möglich, oder muss eine Fremdeinschätzung initiiert werden?

Auskunftsfähige Personen sind in der Lage, Art und Ort des Schmerzes, sowie die Schmerzintensität (1-10) zu beschreiben. Mit wenig Unterstützung setzen sie diverse Schmerzskalen ein und führen das Schmerztagebuch.

Personen, die kognitive Defizite aufweisen, sind dazu nicht in der Lage.
Das bedeutet, dass Schmerzen anhand einer Fremdeinschätzung (Beobachtungen) zu erfassen sind.

Aktuell stehen der Praxis zwei Einschätzungsverfahren zur Verfügung. Das Instrument BISAD (Beobachtungsinstrument für das Schmerzassessment bei alten Menschen mit Demenz) oder ZOPA (Zurich Observation Pain Assessment).

An dieser Stelle ist zu prüfen, ob eine Diagnosestellung vorliegt, oder nicht.

Die Demenz- oder Alzheimererkrankung weist kognitive Einschränkungen auf. Hierfür eignet sich das Instrument BISAD (32 Items).

Liegt eine CVI oder Tumorerkrankungen des Gehirns vor, können zusätzliche Veränderungen der Bewusstseinslage auftreten. In solchen Fällen erweist sich der Einsatz von ZOPA (13 Merkmale) als geeignet.

Die Literatur empfiehlt, die Einschätzung beider Instrumente drei Mal / Tag, über drei Tage hinweg, zu unterschiedlichen Zeiten, durch verschiedene Pflegefachpersonen vorzunehmen.

Aus den Ergebnissen lässt sich die Schmerzintensität ableiten, entsprechende Medikamentengruppen sind dem WHO Stufenschema (siehe Anhang) zu entnehmen.

Hier den Anhang herunterladen:
Schmerzmittelübersicht Stufenschema WHO

Die Anlehnung an das WHO Stufenschema ist eine wertvolle Orientierungshilfe. Die Berücksichtigung von Individualität wird bei dieser Vorgehensweise nicht ausreichend abgebildet.

Das Symptom „Schmerz“ bezieht sich nicht nur auf den körperlichen Anteil sondern auf sämtliche Lebensbereichsdimensionen (physisch, psychisch, sozio-kulturell, spirituell). Daraus resultiert der Anspruch eines individuellen Behandlungsplans.

In zahlreichen Gesprächen mit Schmerzspezialisten gilt es die Vielschichtigkeit der Belastungen zu klären, um Linderung herbeizuführen.
Eventuell gelingt eine solche mit dem Einsatz von Co-Analgetika oder unter Berücksichtigung des Phänomens „Total Pain.“ Die Expertise weiterer Fachrichtungen ist nicht ausser Acht zu lassen.

Mit Einbezug der Biografieangaben des Schmerzerlebens und einer engen Zusammenarbeit mit An- und Zugehörigen lässt sich der Behandlungsbogen um ein Vielfaches erweitern.

Mein persönliches Fazit lautet:

Eine erfolgreiche Schmerzbehandlung verlangt nach individuellen, höchst flexiblen und breit abgestützten Vorgehensweisen. Ein starrer Behandlungsplan ist definitiv nicht zielführend.

SRF-Bericht zum Thema Schmerz

https://www.srf.ch/sendungen/puls/koerper/chronischen-schmerzen-ausdruck-verleihen

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