Ein Lebensende ohne Rasselatmung

rasselnEin Lebensende ohne Death Rattle (Rasseltmung) hilft bei der Trauerverarbeitung

Die letzten Tage und Stunden sind vielfach von Death Rattle begleitet- mit ganz unterschiedlicher Ausprägung.
Unklar bleibt, ob die betroffene Person darunter leidet oder nicht. Death Rattle setzt in einem späten Stadium des Sterbeprozesses ein. Zu diesem Zeitpunkt ist die Bewusstseinslage bereits stark eingeschränkt. Eine Befragung der betroffenen Person ist nicht mehr möglich.

Für An- und Zugehörige und das interprofessionelle Team kann es sehr belastend sein, die unangenehmen Rasselgeräusche aushalten zu müssen. In der stark ausgeprägten Form ist der Anblick kaum auszuhalten. Das „letzte Bild“ einer geliebten Person brennt sich in das Gedächtnis der Hinterbliebenen ein. Umso wichtiger ist es das Symptom Death Rattle frühzeitig-  das heisst zu Beginn erster Anzeichen –   zu behandeln. Bleibt die Rasselatmung unbehandelt, sollte man sich der eventuellen Folgen bewusst sein.

Statt einer normalen Trauer kann sich eine pathologische Trauer entwickeln. Eine solche löst völlig unnötiges, unermessliches seelisches Leid aus.
Neben der Last der Trauer kommen hohe Kosten für die Trauerbewältigung hinzu.

Die vorausschauende Verordnung und ein frühzeitiger Einsatz entsprechender Medikamente reduziert oder unterdrückt das Symptom. Es handelt sich dabei um Wirkstoffe, die die Produktion sämtlicher Körperflüssigkeiten hemmen.

Folgende Medikamente weisen eine anticholinerge, antitisekretorische Wirkung auf. Sie empfehlen sich für die Anwendung in der Praxis der allgemeinen und spezialisierten Palliativversorgung.

Atropin: leicht wirksam, ev. Tachycardien, ev. zentrale Nebenwirkungen (Sedation, Desorientiertheit, Krämpfe).

Scopolamin: kurze Wirkung (ca. 1 Stunde bei einer kontinuierliche Gabe), ev. zentrale Nebenwirkungen.

Buscopan: keine zentrale Nebenwirkung, Tablettenform eher nicht (Wirksamkeit nicht evident), kostengünstig

Robinul: keine zentrale NW, 3x stärker als Scopolamin, teurer, langsamerer Wirkungseintritt, längere Wirkungszeit

In der Praxis kommt vorwiegend Buscopan s.c. / i.v. zum Einsatz. Dosierung Buscopan: alle 6 Stunden 20mg (80-120 mg / 24 Std.).

(Eychmüller, 2015; Knipping, 2007; Wildiers & Menten, 2002)

 

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