• Private Kurse A1 A2

    A claudia.gohrbandt

    2019/2020 organisiere ich in der Region Bern private Kurse der „Allgemeinen Palliativversorgung“:  – Modul A1: 3 Tage, – Modul A2: 5 Tage (2020). Die Weiterbildung eignet sich für interessierte Laien, freiwillige Mitarbeitende, pflegende Angehörige, weitere Berufsgruppen aus dem interprofessionellen Team sowie alle Pflegestufen. Pflegefachpersonen aus Heimen, die selber keine Weiterbildungen organisieren sind willkommen. Die Module sind praxisnah und verständlich gestaltet. Die Theorie wird anhand von Fallbeispielen unmittelbar mit der Praxis verknüpft.

    Das Kurslokal ist mit dem öffentlichem Verkehr gut erreichbar. Kurskosten auf Anfrage (günstig).

    Weitere Infos

    Ausserdem halte ich Referate an Kongressen / öffentlichen Veranstaltungen zu allen Themen der allgemeinen und spezialisierten Palliativversorgung.

    Kontakt:

    Claudia Gohrbandt

  • Kontakt zu Claudia Gohrbandt

    Mail-Adresse:
    c.gohrbandt@hotmail.com

    Dipl. Pflegefachfrau HF, Expertin Palliative Care MAS (FHO) Master-Arbeit

    Beruflicher Werdegang

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Das „feuchte Zelt“- eine wertvolle Alternative zum Luftbefeuchter

feuchteszeltVon Claudia Gohrbandt

Das feuchte Zelt ist geräuscharm, es vermittelt Wohlbefinden und sorgt für ein feucht – kühles, aromatisierendes Raumklima in der „End of Life Situation“. Die Intervention nimmt Bezug auf bereits bestehende Konzepte wie die Basale Stimulation und die Aromatherapie. Probiert es in der Praxis aus und erzählt es weiter, falls es sich bewährt!
Abklärungen  Aromatherapie:

Unter Einbezug der Aromaölexpert/In und nach vorheriger Befragung über Lieblingsdüfte (betroffene Person zu einem früheren Zeitpunkt: Biografie, An- und Zugehörige) und einem Verträglichkeitstest kann 1!!! Tropfen  Aromaöl (spez. Auswahl: Lebensend- / Loslassdüfte) beigefügt werden.

Abklärungen Basale Stimulation:

Das Konzept der Basalen Stimulation lässt sich mit der entsprechenden Farbwahl des Leintuchs begleitend integrieren. Ich kenne Institutionen, die die Tücher eigens für diesen Einsatzbereich einfärben liessen. Die Farbe weiss kann unter Umständen zu sehr blenden.
Wann  kommt das „feuchte Zelt“ zum Einsatz?

Sobald eine Mundatmung (bei offenem Mund) festzustellen ist.
In dieser Phase ist davon auszugehen, dass keine Flüssigkeit per os zugeführt werden kann.

Anwendung:

– Das Baumwoll Leintuch wird direkt unter dem Wasserhahn nass gemacht und gut ausgerungen.
Bitte darauf achten, dass es nicht mehr tropft. Den 1!!! Tropfen Aromaöl direkt auf das Tuch träufeln.
– Es besteht auch die Möglichkeit das Tuch bereits über dem Bett aufgehängt mit einer Wassersprühflasche (1 !!! Tropfen Aromaöl in die Flasche beifügen) anzufeuchten.
Bedenke:

Die Anwendung des feuchten Zelts sollte IMMER mit dem Einverständnis der An- und Zugehörigen und unter genauer Beobachtung der betroffenen Person zum Einsatz kommen. Ganz selten wird das Tuch als beengend erlebt. Wenn Anzeichen dafür erkannt werden ist die Intervention abzubrechen. Mit jeder Neupositionierung ist das Tuch frisch anzufeuchten. Es ist bereits nach 2-3 Stunden trocken. Das bedeutet, dass die Erneuerung Tag & Nacht in regelmässigen Abständen erfolgen sollte.

Unter Anwendung des „feuchten Zelts“ wird der Raum mit ausreichend feuchter Luft versorgt um das Austrocknen der Mundhöhle bestenfalls zu verhindern oder deutlich zu reduzieren und sorgt für ein angenehmes Raumklima. Das kann eine grosse Erleichterung für die Besuche der An- und Zugehörigen (Kinder) bedeuten. Soziale Beziehungen zu nahestehenden  Menschen in den  letzten Tagen zu pflegen sind sowohl für die betroffene Person als auch von den zurückbleibenden Menschen (Trauerprozess)  von nicht zu unterschätzender Bedeutung.

Hygiene:

Um die Hygieneskills einzuhalten, ist ein täglicher Wechsel zu empfehlen.
Verschieden eingefärbte Tücher geben Pflegenden dabei die nötige Orientierung.
Einrichtung des „feuchten Zelts“

Aus dem Foto (oben) lässt sich erkennen, wie das feuchte Zelt eingerichtet werden kann. Ev. unterstützt der Einsatz von Kluppen die seitliche Fixation.

Kreative Ideen aus der Palliative Care bereichern / aktivieren bereits bestehende Konzepte der Institution.

Ich wünsche „viel Erfolg“  in der Praxis!

(Persönliche Praxiserfahrung)

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